Düren - Chinesischer Glückstempel: Zum Stadtfest soll er stehen

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Chinesischer Glückstempel: Zum Stadtfest soll er stehen

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
Acht Meter hoch, 13 Meter brei
Acht Meter hoch, 13 Meter breit. So soll der chinesische Glückstempel, der bald in der Stadtgärtnerei steht, aussehen.

Düren. In sechs Wochen dürfte Düren um eine Attraktion reicher sein: Rechtzeitig zum Stadtfest am 17. und 18. September soll der neue chinesische Glückstempel - das Gastgeschenk von Dürens Partnerstadt Jinhua - in der Alten Stadtgärtnerei aufgebaut sein und von einer Löwentanzgruppe aus China eingeweiht werden.

„Aber zeitlich wird das ganz schön eng”, räumt Helmut Göddertz vom Partnerschaftsverein ein.

In seine Einzelteile verpackt schippert der Tempel gerade in einem Container auf einem Frachtschiff von China nach Deutschland. In wenigen Tagen soll der Container in Hamburg eintreffen und wird dann nach Düren transportiert.

Und weil ein zerlegter chinesischer Tempel von acht Metern Höhe und rund 13 Metern Breite nicht ohne Fachwissen aufgebaut werden kann, erwartet die Stadt Ende des Monats vier Facharbeiter aus Jinhua. Zwei Schreiner für den sechseckigen Tempel aus Holz, ein Facharbeiter fürs Fundament und ein Maler für die Feinarbeiten sollen dafür sorgen, dass am Standort Alte Stadtgärtnerei der Tempel in gebührendem Glanz erstrahlen wird.

Mit dem Standort ist Göddertz bedingt glücklich, auch wenn er diplomatisch davon spricht, dass „er nicht ganz” sei. Ursprünglich hatte man daran gedacht, den Tempel im Bereich von Schloss Burgau aufzustellen. Im Idealfall auf einer künstlichen Insel im Weiher des Schlosses. Nur: Dafür fehlte das Geld und bei anderen öffentlichen Standorten hatte man schlicht die Angst, dass der Tempel mutwillig zerstört werden könnte.

Insofern bietet auch aus Sicht von Göddertz die Alte Stadtgärtnerei optimalen Schutz. „Immerhin handelt es sich um ein Geschenk der Stadt Jinhua an alle Bürger der Stadt Düren”, so Göddertz. Ein Geschenk, das von den Bürgern auch genutzt werden soll. „Die Stadtgärtnerei ist zumindest tagsüber geöffnet, so dass dem nichts im Wege steht”, glaubt Göddertz.

Der Tempel hat übrigens keine religiöse Bedeutung. Göddertz: „Er ist ein Zeichen der traditionellen chinesischen Kultur und soll die Verbindung der deutschen und chinesischen Kultur im Rahmen der Städtepartnerschaft symbolisieren.”

Als chinesischer Glückstempel könnte er auch zu einem Anziehungspunkt werden. Zum Beispiel für Brautpaare. Ob da das Standesamt mitspielt, ist allerdings noch nicht geklärt.

Zur geplanten Einweihung am 18. September ist auf jeden Fall die passende Zeremonie geplant. Dann ist unter anderem eine Löwentanzgruppe aus China zu Gast in Düren und soll die Zeremonie begleiten.
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