Schlich - „Chaos bei Familie Schmitt“: Inszenierung gefällt auch dem Autor

„Chaos bei Familie Schmitt“: Inszenierung gefällt auch dem Autor

Von: kte
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Die „Martinis“ sorgten im Schlicher Pfarrheim mal wieder für beste Laune. Foto: Kevin Teichmann

Schlich. Bereits zum 13. Mal hieß es am Freitagabend „Vorhang auf“ für die „Martinis“, eine Mundart-Schauspielgruppe aus Schlich. Diesmal wurde die Komödie „Chaos bei Familie Schmitt“ aufgeführt. Da dieser Titel aber äußerst wenig mit Mundart zu tun hat, wurde das Stück kurzerhand von Maria Mayer umgeschrieben und unter dem Namen „Bei Schmitt’s zohuus do es jet loss“ präsentiert.

„Auf Platt kann man Sachen so schön umschreiben und verpacken – selbst Beleidigungen können fast schon charmant klingen“, strahlte Mayer nach der Premierenaufführung. Der rheinische Humor kam auch bestens beim Publikum an. „Ausverkauft“, konnten die „Martinis“ schon früh vermelden – keine Karten waren mehr für die insgesamt sieben Vorstellungen zu bekommen: „Wir haben sogar eine Warteliste mit 60 Personen angefertigt, falls doch noch jemand kurzfristig ausfällt.“

Da ist es fast schon tragisch, dass man gerade einmal 120 bis 130 Leute im Pfarrheim in der Schlicher Paradiesstraße unterbringen kann: „Leider sind diese Räumlichkeiten begrenzt. Wir würden sehr gerne vor größerem Publikum auftreten.“

„Ein besonderes Gefühl“

Reif für die große Bühne zeigten sich die Schauspieler auf alle Fälle. Das empfand auch Kevin Stanislav, Autor des Theaterstücks in drei Akten, der extra aus Saarbrücken angereist war: „Das ist ein besonderes Gefühl, wenn das eigene Stück zum ersten Mal auf einer Bühne aufgeführt wird. In meinem Kopf sind diese Szenen alle entstanden und jetzt durfte ich sehen, wie diese Schauspieler sie interpretieren. Ich muss allen ein großes Lob aussprechen, das sind allesamt gute Schauspieler und ich habe größten Respekt vor dieser Leistung. Vier Stunden Anreise haben sich absolut gelohnt!“

Dass der 25-jährige Autor aus dem Saarland sein Stück in Schlicher Mundart vorfand, störte ihn überhaupt nicht – im Gegenteil: „Der Dialekt macht das ganze sehr lebendig. Manche Wörter oder Sätze waren für mich schon recht schwierig zu verstehen, den Kontext bekommt man aber trotzdem gut mit.“

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