CDU Vettweiß nominiert Joachim Kunth als Bürgermeisterkandidaten

Von: bugi
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Will im September 2015 für die CDU neuer Bürgermeister in Vettweiß werden: Verwaltungsfachwirt Joachim Kunth. Foto: Burkhard Giesen

Vettweiß. Joachim Kunth macht nicht den Eindruck, als ob er gerne Streit sucht. Der 32-Jährige ist seit Mittwochabend offizieller Bürgermeisterkandidat der CDU in Vettweiß – mit einer Zustimmung von 90 Prozent.

Kunth will den Dialog mit den Bürgern suchen, erst recht als Verwaltungschef. „Eine Verwaltung muss für den Bürger greifbar werden“, sagt er aus eigener Erfahrung.

Nach Fachoberschulreife und einer Ausbildung zum Bäcker hat der Lüxheimer umgesattelt und 2002 eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter in Vettweiß angefangen. In den zwölf Jahren hat er sich zum Verwaltungsfachwirt hochgearbeitet, war unter anderem vier Jahre lang Vorsitzender des Personalrates. Kunth kennt die Verwaltung, traut sich den Job als Bürgermeister zu. Er kennt aber auch die dörflichen Strukturen seiner Gemeinde, erst recht die Vereinsstrukturen.

Der Christdemokrat ist im Karneval zu Hause, bei den Schützen, war fußballerisch aktiv, hat sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert – „ich weiß, wie die Leute ticken“, sagt er. Dass er sich den Vereinen verbunden ist, wird schnell deutlich. Eine seiner zentralen Aussagen ist so simpel wie einleuchtend: Vettweiß bestehe nicht nur aus dem Zentralort, sondern aus allen Ortslagen. Wer möge dem widersprechen?

Dörfliche Strukturen erhalten

Für ihn folgt daraus, dass die dörflichen Strukturen erhalten werden müssen – auch in Zeiten knapper finanzieller Mittel. „Eine Schließung von Sportstätten wird es mit mir nicht geben“, nennt er ein Beispiel. Was umgekehrt aber nicht bedeutet, dass alles plötzlich finanzierbar sein wird. „Querdenken ist da gefragt“, betont Kunth und sagt zum gerade aktuellen Thema Friedhofspflege: „Da müssen wir schauen, ob wir nicht auch noch stärker auf das Ehrenamt setzen können. Warum soll sich nicht ein Verein gründen, der die Friedhofspflege übernimmt?“

Beim Stichwort „Querdenken“ spricht Kunth noch einen anderen wichtigen Punkt an. Er selbst hat die Erfahrung gemacht, dass gerade in den Ortsteilen Baugrundstücke Mangelware sind. Als der Lüxheimer in Lüxheim bauen wollte, gab es kein Grundstück, er musste nach Abenden ausweichen. Die Maßgabe der Bezirksregierung, nur den Zentralort zu stärken, fordert ihn dann doch zum Streit heraus.

Dem will er konsequent entgegen treten, auch mit einer eigenen Idee: „Wir müssen da als Kommune eingreifen. Auch, indem wir beispielsweise leer stehende Häuser oder Hofanlagen kaufen, abreißen und neue Baugebiete in den Ortschaften anbieten. Nur so können wir verhindern, dass junge Menschen fortziehen.“ Dass Kunth als Bürgermeister gestalten will, wird deutlich. Und mit seinen 32 Jahren versteht er sich „als gutes Bindeglied zwischen Alt und Jung“. Und das „nicht nur bei den Bürgern, sondern auch in der Politik“, wie er noch ergänzt.

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