Düren - CDU sieht Bedarf für gehobenen Wohnraum

CDU sieht Bedarf für gehobenen Wohnraum

Von: bugi
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Familien können in Düren günstig wohnen. Die CDU fordert allerdings Wohnraum für alle Lebensverhältnisse zu schaffen. Foto: Ingo Latotzki

Düren. CDU-Vorsitzender Thomas Floßdorf sieht sich bestätigt: „Wir müssen den Weg, den wir in den letzten 14 Jahren gegangen sind, noch viel konsequenter weiter gehen und Wohnraum für alle Lebensverhältnisse schaffen.“ Soll heißen: „Die Forderung von SPD und Grünen, das Augenmerk vorrangig auf den sozialen Wohnungsbau zu lenken, ist falsch.“

Diese Erkenntnis zieht Floßdorf aus der neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung, die zu dem Ergebnis kommt, dass einkommensschwache Familien in Düren günstig wohnen können. „Die Studie bekräftigt deutlich, dass man mit einem geringen Einkommen in Düren eine hohe Lebensqualität hat“, sagt Floßdorf. Allerdings ergeben sich für ihn da auch andere Aspekte: Wenn denn zwei Drittel der Sozialhilfeempfänger in Düren leben, die Dürener Bevölkerung aber nur ein Drittel des Kreises ausmache, dann, so Floßdorfs Schlussfolgerung, könne man Kaufkraft in Düren nur dann stärken, „wenn man Angebote für Menschen mit starken Schultern macht“.

Floßdorf denkt an Häuser und Eigentumswohnungen im gehobenen Sektor. Dabei hat er die Krankenschwester, den Facharbeiter oder den Oberarzt im Blick. Beim Beispiel Oberarzt wird Floßdorf allerdings nachdenklich, weil sich genau da seiner Meinung nach eine Lücke auftut. „Wenn Sie in Düren eine schöne Penthouse-Wohnung haben möchten, können Sie lange suchen. Da gibt es nichts.“

Hier sieht er enormen Nachholbedarf, den es auch an anderer Stelle gibt: Singles oder Alleinerziehende haben es schwer, in Düren günstigen Wohnraum zu finden. Floßdorf baut auf mehr Flexibilität von Wohnungsinhabern. „Wenn ich doch weiß, dass Single-Wohnungen gesucht werden, während eine 105-Quadratmeter-Wohnung schon länger leer steht, muss ich vielleicht mal darüber nachdenken, ob ich die Wohnung nicht umbaue und zwei draus mache.“

Bestand bezahlbar halten

Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt sieht Floßdorf in einem weiteren Bereich: „Wir benötigen ebenso guten, bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum in der Innenstadt“ – vorrangig auch für ältere Bürger, die auf die City-Nähe angewiesen sind. Kurz: „Wir müssen den Bestand bezahlbar halten und neue Angebote schaffen.“

Den Bestand bezahlbar halten? „Über den Bauverein und die Genossenschaft sind wir als Stadt der Taktgeber für den Immobilienmarkt“, sagt Floßdorf und ist sich sicher, dass man so auch die Mietpreise weitestgehend stabil halten könne.

Gelingt das, kann man mit diesem Trumpf auch werben: „Wir haben in Düren ein hervorragendes Kulturangebot, perfekte Verkehrsanbindungen und ein gutes Schulangebot – eigentlich müsste man jedem in Köln und Aachen sagen, dass er zu uns ziehen sollte, weil er hier viel günstiger wohnen kann.“

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