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Cappella Villa Duria: Klingende Leckerbissen

Letzte Aktualisierung:
Sheila Arnold und Michael Faus
Sheila Arnold und Michael Faust zeigten in der Frauwüllesheimer Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt die ganze Bandbreite ihrer musikalischen Meisterschaft.

Düren/Frauwüllesheim. Wer am Sonntagabend den Weg in die Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt in Frauwüllesheim fand, konnte im letzten Konzert der Cappella Villa Duria in der Saison 2011/2012 ein kammermusikalisches Ereignis höchster Qualität erleben.

Mit Sheila Arnold, die auf dem Nachbau eines Hammerklaviers von 1815 spielte, und Michael Faust, der ebenfalls auf der Kopie eines Instruments aus dem 19. Jahrhundert spielte, konnten zwei Weltklassemusiker gewonnen werden.

In der Intimität der kleinen gotischen Kirche gestalteten sie Musik für Flöte und Klavier, die um den Wechsel von 18. zum 19. Jahrhundert entstanden ist. In Ludwig van Beethovens Serenade D-Dur op. 41 für Flöte und Klavier, einem fast halbstündigen Werk, kam der silbrige, nuancenreiche Klang des Hammerklaviers zu voller Geltung im perfekten Zusammenspiel mit dem virtuosen Part der Flöte.

Die nachfolgende Fantasia op. 133 für Flöte und Klavier des Beethovenschülers Ferdinand Ries über Themen aus der Oper „Moses” von Giacchino Rossini ließ schon ein wenig an Frühromantik denken.

Als Höhepunkt des Programms ist sicher Franz Schuberts Introduktion, Thema und Variationen über das Lied „Trockene Blumen” aus dem Liederzyklus „Die Schöne Müllerin” zu sehen. Ein trauriges Lied, das die Schlüsselbotschaft des Zyklus, verlorene Liebe und den Tod beschreibt.

Und so zitiert die Introduktion schon Schuberts Quartettsatz „Der Tod und das Mädchen”. Beim nachfolgenden Thema des Lieds und sieben Variationen entfaltete Schubert sein ganzes kompositorisches Können, und Michael Faust und Sheila Arnold zeigten die ganze Bandbreite ihrer musikalischen Meisterschaft: den weichen, sanften Ton, eine Dynamik vom absoluten Pianissimo zum hervorbrechenden Fortissimo, Fröhlichkeit und tiefe Depression zeichnend.

Stehende Ovationen des kleinen, aber kenntnisreichen Publikums belohnten Sheila Arnold und Michael Faust mit einer Bearbeitung von Schuberts Lied „Die Taubenpost” aus dem Zyklus „Schwanengesang” des Flötenbauers und Komponisten Theobald Böhm.
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