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Burgauer Allee: Geborgenheit für Kinder aus 38 Nationen

Von: kin
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Die Hauptschule Burgauer Allee feiert am Samstag, 24. Mai, mit einem großen Schulfest ihr 50-jähriges Bestehen. Alle Klassen haben sich etwas Besonderes einfallen lassen. Foto: Sandra Kinkel
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Schulleiter Stefan Wernerus und seine Stellvertreterin Christiane Welker freuen sich auf das Schulfest zum 50. Geburtstag der Hauptschule Burgauer Allee.
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Die rund 390 Schüler formieren sich zu einer „Geburtstags-50“.

Düren. 384 Schüler aus 38 Nationen, über 40 Lehrer, davon zehn Förderschulpädagogen, ein Schulsozialarbeiter, 35 Anmeldungen für das kommende Schuljahr – das ist die Dürener Hauptschule Burgauer Allee in Zahlen. Am Wochenende feiert die Schule in der Dechant-Bohnekamp-Straße ihren 50. Geburtstag – mit Festakt und Schulfest.

Vor allem im Dürener Süden waren in den 50er Jahren neue Wohngebiete entstanden, in die vermehrt Familien mit Kindern zogen, außerdem verfügte das Kulturministerium damals, dass die „Klassenbesucherzahl“ auf 40 Kinder herabgesetzt wurde.

Die Folge: Düren brauchte eine neue Schule. 1962 wurde mit dem Bau der Volksschule St. Josef, wie sie anfangs hieß begonnen, am 9. April 1964, mit Beginn des neuen Schuljahres, konnte der Unterricht beginnen. Mädchen und Jungen lernten anfangs getrennt. 1968 wurden die alten Volksschulen aufgelöst, es entstand die Hauptschule St. Josef.

„Als ich die Schule 2009 übernommen habe“, so Schulleiter Stefan Wernerus, „hatte sie einen katastrophalen Ruf. Das ist aber seitdem zum Glück immer besser geworden.“ Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund ist hoch, viele kommen aus einem sozial schwachen Umfeld. Stefan Wernerus: „90 Prozent unserer Schüler haben ein alleinerziehendes Elternteil. Wir leisten hier zu 50 Prozent Erziehungsarbeit und vermitteln zu 50 Prozent Bildung.“

Neben dem Wechsel des Schulnamens in „Hauptschule Burgauer Allee“ vor vier Jahren nennt Wernerus die Öffnung der Schule als wichtigen Schritt zu einer besseren Akzeptanz der Lehranstalt. Wernerus: „Wir haben Partnerschaften mit Dürener Unternehmen. An der Schule ist ein Berufsorientierungsbüro, in dem unsere Schüler zum Beispiel Bewerbungen schreiben können.“

Für alle Schüler gibt es nachmittags bis 15 Uhr ein umfangreiches Angebot an Arbeitsgemeinschaften, die Unterstufenschüler können zudem von montags bis donnerstags in der Schule unter Aufsicht ihre Hausaufgaben machen. Wernerus: „Ein richtiger Ganztag wird von den Eltern an unserer Schule gar nicht gewünscht. Aber so ein freiwilliges Angebot nehmen sie sehr gut an.“

Seit 2008 werden an der Hauptschule Burgauer Allee auch behinderte Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Sprache und emotional-soziale Entwicklung unterrichtet. „Die Inklusion macht uns keine Angst mehr“, so der Schulleiter. „In dem Bereich haben wir schon viele Erfahrungen gesammelt.“ 35 jungen und Mädchen werden in der „internationalen schulformübergreifenden Klasse“ unterrichtet.

Das sind Kinder aus Flüchtlings- oder Asylbewerberfamilien oder im Augenblick drei Japaner, die an der Fußballschule von Gert Engels trainieren. Stefan Wernerus: „Die Kinder sprechen kaum Deutsch und haben zunächst 25 Stunden Deutschunterricht pro Woche. Wenn sie die Sprache beherrschen, werden sie in die normalen Klassen integriert.“ Entweder auf der Hauptschule Burgauer Allee oder auf anderen weiterführenden Schulen.

Wernerus glaubt nicht, dass eine Sekundarschule für Düren gebraucht wird. „Eher eine Verbundschule“, sagt er. Seine Hauptschule, die Grundschule Mutter Theresa und das Burgau- Gymnasium könnten enger kooperieren, so der Pädagoge. „Dann ist längeres gemeinsames Lernen möglich, trotzdem erhalten wir das dreigliedrige Schulsystem.“

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