Nideggen - Burg-Wirt wehrt sich gegen die Vorwürfe des Landrates

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Burg-Wirt wehrt sich gegen die Vorwürfe des Landrates

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Nideggen. Die Entscheidung, die Festspiele von Nideggen nach Merode zu verlegen, erfolgte früher als bisher offiziell dargestellt.

Auf einer Pressekonferenz hatte Landrat Wolfgang Spelthahn in der letzten Woche betont, zum frühest möglichen Zeitpunkt Nideggens vollkommmen überraschte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer über die Verlegung der Festspiele informiert zu haben - das war am 5. Juli.

Burg-Gastronom Herbert Nass wusste davon aber bereits seit dem 30. Juni - und das vom Landrat selbst. Nass: „Nach einer Jubilarehrung des Kreises auf Burg Nideggen kam der Landrat zu mir und hat gesagt, dass die Festspiele hier nicht stattfinden würden.”

Nass widerspricht auch in anderen wesentlichen Punkten der Darstellung des Landrates. So hatte Spelthahn von einer Eskalation in der Woche vor der Verlegung berichtet, weswegen er die Reißleine habe ziehen müssen. Nass wurde unter anderem vorgehalten, er habe seine Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stellen wollen und zudem eine hohe Miete verlangt. „Das stimmt nicht. Unsere Mietforderung war da längst vom Tisch”, sagt Nass und legt ein Schreiben vor, in dem er bereits am 19. Juni dem Kreis mitgeteilt hatte, dass die Kreiskulturinitiative den Rittersaal, das Weinzimmer und die Burgklause mietfrei haben könne. Nur die Räume „Kaiserblick” und „Jülicher Zimmer” wollte er für die Gästebewirtung nutzen.

Keine Antwort

Eine Antwort hat Nass nie erhalten. Nass: „Ich wüsste gerne, was für eine Zuspitzung es gegeben haben soll, so dass der Landrat die Reißleine ziehen musste.”

Auch auf andere Vorkommnisse kann sich Nass keinen Reim machen. So habe er zum Beispiel die Festspiel-Termine nie offiziell mitgeteilt bekommen. Auch eine Catering-Anfrage habe er nie erhalten und selbst auf das Angebot, auf die Bewirtung zu verzichten und sie der Kreiskulturinitiative selbst zu überlassen, die damit Gewinne hätte erwirtschaften können, habe er nie eine Antwort erhalten.

Stattdessen habe man in diesem Jahr von ihm erwartet, pro Festspiel-Besucher ein so genanntes „Schankgeld” abzuführen. Nass: „Dabei können wir während der Festspieltage keine Gesellschaften annehmen und haben dann natürlich auch nicht die entsprechenden Umsätze.”

Anfang der Woche hatte schon Gastronom Frank Lacroix der Darstellung des Landrates widersprochen, wonach es zudem einen Streit um die Zufahrt zur Burg geben würde. Dieser Streit war laut Lacroix seit 1. Juni in beiderseitigem Einvernehmen behoben worden. Darüber, so Lacroix, gebe es auch ein entsprechendes Protokoll.
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