Heimbach - Bunte Gemälde und Schwarz-Weiß-Fotos

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Bunte Gemälde und Schwarz-Weiß-Fotos

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Edith Cremer, stellvertretende Bürgermeisterin (Mitte) eröffnete die Doppelausstellung „Kunst auf Seide“ und „Fotografie“ zusammen mit Elfriede Idlibe und Jürgen Küpper. Foto: bel

Heimbach. Da hängen sie nebeneinander: bunte Gemälde auf Seide und Fotografien in Schwarz-Weiß. Erstaunt stellt der Betrachter fest, dass zwei verschiedenartige Kunstrichtungen im Heimbacher Haus des Gastes durchaus harmonieren. Elfriede Idlibe ist für die „Kunst auf Seide“ verantwortlich, ihr Neffe Jürgen Küpper, wie die Tante gebürtig aus dem Eifelstädtchen, für die Schwarz-Weiß-Fotos.

Die so unterschiedlichen Kunstrichtungen harmonieren deshalb so gut, weil viele Motive miteinander korrespondieren. Die Kirche neben dem Ausschnitt eines Gebäudes, die Landschaft neben der Landschaft. Beide Künstler waren bei der Hängung ihrer Werke erstaunt, dass da große Übereinstimmungen zum Tragen kommen. Warum dann trennen?

Traditionelle Fotografie

Jürgen Küpper, Wahlkölner, ist der alten Fototechnik treu geblieben. In seinen analogen Kameras kommen Filme zum Einsatz. Was er denn so aufnehme, wird der Fotograf gefragt. „Ich nehme alles auf, was mich anschaut.“ Eine schlüssige Antwort. Küppers Bilder zeigen viele Dinge, nur keine Porträts. Porträt, das könne er nicht, bekennt er.

So findet der Besucher im Haus des Gastes unter den Fotos Landschaften, meist in beeindruckenden Ausschnitten. Da folgen die Augen einer steilen Steintreppe, neben der Treppe ein Bündel langer, dünner Holzstäbe, eine Ecke in einem Bauernhof eines südeuropäischen Dorfes.

Seine Motive, das was ihn anschaut, findet der Fotograf auf seinen Reisen in der Normandie, in der Provence, doch auch in der Eifel und im Siebengebirge.

Seine Tante Elfriede Idlibe präsentiert „Kunst auf Seide“, keine Seidenmalerei, wie sie betont, weil die Vorgehensweise eine ganz andere sei. In verschiedenen Techniken trägt sie auf die gespannte Seide Farbe auf. Einmal zieht sie mit „Gutta“ Trennlinien auf, damit die einzelnen Farben nicht ineinander laufen. Dann wieder malt sie mit Aquarellfarben auf die nasse Seide, stoppt das Verlaufen der einzelnen Farben mit dem Föhn, um dann zur rechten Zeit mit der rechten Hand wieder Farbe aufzutragen. Die Technik und die richtige Reihenfolge sind eine Kunst für sich und fordern, so erklärte die Künstlerin, Gespür und hohe Konzentration. Neben Landschaftsbildern hängen Städtebilder von Orten aus der Region. Ein Gemälde des alten Dürener Markts um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts erinnert die Menschen daran, was für eine tolle Stadt Düren dereinst gewesen sein muss.

Doch auch Motive aus dem Ausland lässt die Malerin nicht aus. Eindrücke von Mallorca, ein Kornspeicher in Tunesien, überhaupt die arabische Architektur sind Markenzeichen der Heimbacherin. In einer Glasvitrine können Teller, Vasen und Gläser bewundert werden, die Elfriede Idlibe designed hat.

Eröffnet wurde die Ausstellung im Haus des Gastes von der stellvertretenden Bürgermeisterin Edith Cremer. Zu sehen ist die Bilderschau bis zum 21. April 2013. Bis Ende März ist das Haus von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ab dem 1. April täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.

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