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Bundesstraße 56n: Netzwerk soll um die Ortsumgehung kämpfen

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Zwei Männer wollen nach Berlin: Rolf Delhougne und Eberhard Hess (von links) wollen für die Ortsumgehung B 56n kämpfen. Und auf jeden Fall bei Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer vorstellig werden. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Rolf Delhougne und Eberhard Hess wollen nach Berlin. Genauer gesagt zum Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU). „Der Bund”, so CDU-Stadtratsmitglied Rolf Delhougne, „muss einfach im nächsten Jahr die Mittel für die Umgehungsstraße B 56n in Düren zur Verfügung stellen. Und Herr Hess und ich geben nicht eher Ruhe, bis wir einen Termin bei Herrn Ramsauer haben. Wir wollen den treffen. Egal wo.”

Eberhard Hess (72) kämpft seit 40 Jahren für die Umgehungsstraße. „Schon als ich Verkehrsausschussvorsitzender in Düren war, haben wir uns mit dieser Straße beschäftigt. Was allein diese ganze Planerei gekostet hat, davon hätte man zwei Kilometer Straße bauen können. Es muss jetzt endlich etwas passieren.”

Die Zustände für die Menschen an Schoeller- und Euskirchener Straße seien einfach unerträglich. „Staub und Lärm”, so Hess, „sind kaum noch auszuhalten.”

Und Stadtrat Rolf Delhougne ergänzt: „Es muss jetzt auch endlich aufgehört werden zu reden. Wir brauchen Taten.” Hess und Delhougne wollen noch mehr Bewusstsein in der Bevölkerung dafür schaffen, dass Düren diese Straße wirklich braucht.

Deswegen hängen seit dem Wochenende 150 Schilder und acht Spannbänder an den betroffenen Straßen. „Düren fordert die B 56n sofort” steht da zum Beispiel drauf oder „Lärm und Staub sind genug”, „40 Jahre Diskussionen reichen” und „Nicht mehr reden, B 56n bauen”.

„Es muss uns gelingen”, so Rolf Delhougne, „hier in Düren ein Netzwerk aufzubauen, das sich für die Umgehungsstraße einsetzt.” Es müsse doch möglich sein dass sich alle drei Bundestagsabgeordneten an einen Tisch setzten und gemeinsam in Berlin für die B 56 n kämpfen würden. „Ich weiß, dass das schwierig wird. Aber da müssen die drei wirklich einmal über ihren Schatten springen. Denn welcher Kreis hat schon drei Abgeordnete in Berlin? Das müssen wir doch nutzen”, so Delhougne.

Grundsätzlich sind Delhougne und Hess zuversichtlich, dass die B 56n kommt. Und zwar in absehbarer Zeit. „Das Dürener Bündnis für diese Straße steht”, so Hess. „Es gibt eine einstimmige Resolution für die B 56 n des Stadtrates. Und die Notwendigkeit ist einfach da.”
Vor 30 Jahren 8500 Unterschriften gesammelt

Seit 40 Jahren wird in Düren über den Bau der Ostumgehung B 56n diskutiert. Die neue Straße soll in Höhe der alten Fordwerke um Düren herumgeführt werden und hinter der Kreuzung Schoellerstraße/Eisenbahnstraße wieder auf die B 56 stoßen.

Nun soll sich der Bau der Straße wieder verzögern, weil der Bund nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.

Schon vor 30 Jahren hat Eberhard Hess 8500 Unterschriften für die Ostumgehung gesammelt und damals an Bundesverkehrsminister Werner Dollinger (CSU) in Bonn übergeben.

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