Merzenich - Bürgermeister warnt vor „gewaltigem Knall”

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Bürgermeister warnt vor „gewaltigem Knall”

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:

Merzenich. Die wenigsten Gemeinden können rote Zahlen in ihrem Haushaltsplan vermeiden. In Merzenich gelingt das zwar noch für das kommenden Jahre, aber das „dicke Ende” könnte schnell kommen.

Bürgermeister Peter Harzheim erwartet für die nahe Zukunft eine dramatische Verschlechterung. Der von Harzheim vorgelegte Etatentwurf für 2010 wird nach Stand der Dinge mit sehr geringen Defizit von rund 42.000 Euro abschließen. Und die können locker aus der Rücklage ausgeglichen werden.

Eine Gewerbesteuernachzahlung von 1,673 Millionen Euro für die Jahre 2007 bis 2009 täusche über die tatsächliche Lage hinweg, warnte der Bürgermeister. Demgegenüber stünden nämlich Einnahmeverschlechterungen von insgesamt 1,415 Millionen Euro. Während Ausfälle dieser Art auch in Zukunft zu befürchten seien, die Nachzahlung aber natürlich nur einmal erfolge, sehe es für die kommenden Jahre düster aus.

Harzheim: „Wenn wir es uns zu einfach machen und auf dem Ruhekissen Haushalt 2010 bequem machen, werden wir in zwölf Monaten nicht nur unsanft, sondern von einem gewaltigen Knall geweckt werden.” Der Bürgermeister würde vor diesem Hintergrund gerne die kommunalen Steuersätze erhöhen. Mit einer entsprechenden Initiative ist er aber vor Jahresfrist im Gemeinderat gescheitert.

Harzheim gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Mehrheit im Kommunalparlament im Zuge der Haushaltsberatungen zu der Erkenntnis kommt, dass an der Erhöhung letztlich kein Weg vorbei führt. Die weitaus meisten Etatansätze sind im neuen Entwurf auf den Werten des zu Ende gehenden Jahres geblieben.

Erfreulich für die Bürger ist, dass auch sämtliche Gebühren für zunächst ein Jahr „eingefroren” werden sollen. Harzheim: „Wenn man sich im Kreis Düren umsieht und zur Kenntnis nimmt, wie unsere Nachbarkommunen an den Gebührenschrauben drehen müssen, können sich unsere Bürger bequem zurück lehnen und diese Entwicklung gelassen sehen”.
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