Bürgermeister Josef Kranz ist der einzige Kandidat

Von: bugi
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Vettweiß. 57 Jahre ist Bürgermeister Josef Kranz alt, parteilos und unabhängig. Und müsste sich um seine Wiederwahl eigentlich auch keine Sorgen machen - er ist der einzige Bürgermeisterkandidat in Vettweiß. Da hätte man die Wiederwahl also in der Tasche.

Hätte. Zwar reicht für Kranz die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, aber diese Mehrheit muss mindestens ein Viertel der Wahlberechtigten repräsentieren. Das sind derzeit genau 1859 Stimmen, die Kranz mindestens erreichen muss. Also wird Kranz um Stimmen werben, wie die Parteien auch Wahlkampf machen.

Keine Anbiederung

Dabei kann er natürlich seine bisherige Erfahrung als früherer Gemeindedirektor und jetziger Bürgermeister in die Waagschale werfen. Kranz gilt in Vettweiß unbestritten als Verwaltungsfachmann und betont zudem auch gerne seine Parteiunabhängigkeit. „Ich habe einen fachlichen Hintergrund, keinen Fraktionshintergrund”, sagt er.

So handelt er auch. Kranz ist nicht der Mann, der sich einer Partei anbiedert. „Ich arbeite über den Rat für die Bürger. Meine Aufgabe ist es, sachlich fundierte Entscheidungen vorzubereiten.” Entscheiden müsse dann die Politik. „Das Mögliche möglich machen” ist sein Maßstab, soll auch in Zukunft sein Maßstab bleiben, sagt Kranz über sich.

Stolz ist der 57-jährige Bürgermeister auf den Umstand, dass man es gemeinsam geschafft habe, viele Aufgaben an Vereine zu übertragen. „Wir haben uns von Ballast getrennt. Bei uns ruft keiner an, dass im Bürgerhaus der Wasserhahn tropft.” Im Gegenzug hat man die Zuschüsse für Vereine erhöht, belohnt die Vereine, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern.

Kranz: „Ehrenamtlichkeit in allen Facetten ist für eine dörflich strukturierte Gemeinde wie Vettweiß sehr wichtig.” Diesen Bereich will Kranz in Zukunft noch stärker fördern. „Wir müssen die Bürger mitnehmen und für Projekte begeistern und dabei unterstützen”, sagt er und denkt über den Ausbau der Nahversorgung nach. „Mir schwebt eine Ehrenamtsbörse vor, an die man sich wenden kann, wenn man Hilfe benötigt.” Das könnte insbesondere für altere Menschen hilfreich sein.

Volles Programm

Laut denkt Kranz über eine Vettweißer Tafel nach - nach der Ansiedlung neuer Lebensmittler könnte die jetzt möglich werden. Und auch in ganz anderen Bereichen verweist Kranz auf ein volles Programm für die Kommune in den nächsten Jahren: von der Sanierung der Kanäle über Brücken und Hochwasserschutz oder der energetischen Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser und der Sportheime - „das wird uns über Jahre beschäftigen”, so Kranz.

Und die umstrittene Hähnchenmastanlage? „Wir haben schon bei der Standortwahl darauf geachtet, dass es möglichst verträglich ist. Belastungen dürfen nicht die Bürger treffen”, sagt Kranz. „Wenn nach Recht und Gesetz etwas beantragt wird, werde ich das nach gesetzlichen Grundlagen abarbeiten. Ich bin da nicht emotionslos, aber ich betrachte das als Verwaltungsfachmann.”
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