Bürger müssen zahlen

Von: oha
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Niederzier. Sind die Anschlüsse der Häuser an den Kanal auch wirklich dicht? Für die Beantwortung dieser Frage werden die Anwohner der Hochheimstraße demnächst zur Kasse gebeten. Mindestens 2850 Euro werden pro Haus fällig.

Wie berichtet, ist der Kanal für das Regenwasser, der unter der Straße verläuft, marode und muss erneuert werden. Der parallel verlaufende Schmutzwasserkanal muss ebenfalls an einigen Stellen repariert werden. Eine Untersuchung der Röhren hat zudem ergeben, dass rund 50 Hausanschlüsse an den Kanal undicht sind.

Per Gesetz müssen bis zum 31. Dezember 2015 sowieso alle Hauseigentümer der Gemeinde ihren Hausanschluss an den Kanal darauf überprüfen lassen, ob er dicht ist. Deshalb biete es sich für die Anwohner der Hochheimstraße an, dies bereits jetzt machen zu lassen, erläuterte Bürgermeister Hermann Heuser im Gemeinderat die Sachlage.

Um die Kosten für diese Maßnahme für die Bürger möglichst gering zu halten, habe die Gemeinde mit einem Spezialunternehmen einen Mengenrabatt ausgehandelt. „Die Kosten summieren sich sonst schnell auf bis zu 10000 Euro pro Haus”, rechnete Heuser vor. Der Betrag von 2850 Euro sei vor diesem Hintergrund sicher schmerzlich, aber annehmbar.

Bis Ende des Jahres sollen sich die betroffenen Bürger im Rathaus melden, die sich an der gemeinsamen Aktion beteiligen wollen. Im Rathaus sei auch das Ergebnis der Befahrung der Kanäle mit einer Kamera einsehbar. Am 1. März soll mit der Kanalbaumaßnahme begonnen werden. Für den Juli ist mit der Fertigstellung zu rechnen. Mit großer Mehrheit billigte der Gemeinderat diese Vorgehensweise.

Streitpunkt war zuvor, dass die Anwohner anderer Straßen, die zuletzt erneuert wurden, sich nicht an den Kosten beteiligen mussten. „Im Rahmen der Gleichbehandlung”, so CDU-Fraktionsvorsitzender Gregor Maxrath, müsse man auch die Anwohner der Hochheimstraße von Beiträgen befreien. Dieses Argument ließ der Bürgermeister allerdings nicht gelten. Schließlich könne die Gemeinde nicht auf ewig die Kosten für Anwohner übernehmen, da sie dann über kurz oder lang pleite sei.
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