Bürger kämpfen gegen Ansiedlung einer Spedition

Von: oha
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Niederzier. Der Protest von 456 Anwohnern des Gewerbegebietes Talbenden-Rurbenden gegen die mögliche Ansiedlung einer Spedition zeigt Wirkung. Die geplante Änderung des Bebauungsplanes wurde am Donnerstagabend im Bauausschuss abgesetzt.

In einem Gutachten sollen nun die Auswirkungen einer Spedition auf die benachbarte Bebauung im Ortsteil Huchem-Stammeln geprüft werden.

Viele Grundstücke im Gewerbegebiet Talbenden-Rurbenden, das die Gemeinde Niederzier gemeinsam mit der Stadt Düren bewirtschaftet, sind seit Jahren frei geblieben. Zwar haben einige Speditionen Interesse an einer Ansiedlung auf den autobahnnahen Flächen bekundet, doch musste man ihnen im Niederzierer Rathaus stets eine Abfuhr erteilen. Der Grund: Im entsprechenden Bebauungsplan ist penibel festgelegt, welche Betriebe sich in diesem Gewerbegebiet ansiedeln dürfen. Nicht zulässig sind demnach Vergnügungsstätten, Schrottplätze, Kirchen und eben auch Speditionen.

Besagten Passus möchte die Gemeindeverwaltung gerne aus dem Bebauungsplan streichen. Was die Anwohner von Dürener Straße und Bahnhofstraße alarmierte. „Wir haben Sorge um unsere Wohnqualität”, heißt es im Schreiben mit 456 Unterschriften, das dem Bürgermeister zugeleitet wurde. „Die Verkehrssituation hat schon jetzt die Grenze der Zumutbarkeit erreicht.” Zu rechnen sei mit einem erheblichen Verkehrsaufkommen und entsprechend mehr Lärm, wenn die Spedition komme.

Nicht durch die Wand

Bürgermeister Heuser versicherte im Ausschuss, dass die Politik in diesem Punkt „nicht stur mit dem Kopf durch die Wand” gehen werde. „Wir wollen die Lebensqualität der Bürger erhalten, müssen aber auch an die Arbeitsplätze für nachfolgende Generationen denken.” Mit dem Ausschluss von Speditionen sei die Gewerbefläche einfach nicht zu vermarkten. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung soll nun klären, ob die Anwohner belastet würden. Und zwar, bevor es einen konkreten Bauantrag gibt. Zustimmen muss allerdings noch der Partner, die Stadt Düren.
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