Bürger in Sorge wegen neuer Biogasanlage

Von: Margret Vallot
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Volles Haus im Rathaus: Aus Obermaubach waren rund 70 Bürgerinnen und Bürger geströmt, um den Politikern ihr Interessan an einer wichtigen Entscheidung zu verdeutlichen. Foto: Margret Vallot

Kreuzau. Im Rat der Gemeinde Kreuzau wurde jetzt offensichtlich, was den Menschen in Obermaubach seit Wochen und Monaten auf den Nägeln brennt: Viele Obermaubacher wollen keine Biogasanlage in ihrer Nachbarschaft. Um das zu unterstreichen waren am Dienstag Abend knapp 70 Personen ins Rathaus gekommen. Plus fünf Befürworter des Projekts.

Ein Landwirt hat bei der Kreisverwaltung beantragt, auf seinem Grundstück eine Biogasanlage zur Erzeugung von Energie errichten zu lassen. Geplant ist eine Anlage, die Energie „für den Eigengebrauch“ produziert. Die Bürger, insbesondere die der Straßen Steinacker, Rinnebachstraße, Apollinarisstraße und Heidbüchel haben Angst vor erhöhtem Verkehrs- und Schmutzaufkommen.

Das schreiben sie auf einem Flugblatt, das in Obermaubach verteilt wurde, und in einem Brief an Bürgermeister Walter Ramm. Sie fürchten auch den Gestank, und beziehen sich auf die Erfahrungen, die man in Kleinhau mit der Biogasanlage gemacht hat. Dort befindet sich die Biogasanlage in Sichtweite zum Schulzentrum, des öfteren klagen Kinder und Jugendliche über Gestank in den Klassenzimmern und auf dem Schulhof.

Die Kreisverwaltung und nicht die Kreuzauer Gemeindeverwaltung ist die Behörde, die die Anlage genehmigen muss. Das teilte der stellvertretende Bürgermeister Siegfried Schmühl während der Sitzung den Politikern und den Bürgern mit.

Der Kreis hat inzwischen – wie in derlei Angelegenheiten üblich – die Gemeinde um eine Stellungnahme gebeten. Vom Eingang dieses Schreibens hatte Bürgermeister Walter Ramm die Politiker im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung informiert. Das hatte in Obermaubach den Eindruck erweckt, die Sache werde womöglich hinter dem Rücken der Öffentlichkeit entschieden.

Ein Ansinnen, dass Schmühl weit von sich wies. Nach Schmühls fachkundiger Einschätzung der Sachlage ist die Anlage baurechtlich nicht zu verhindern. In der Bevölkerung geisterten aber falsche Vorstellungen über die Dimensionen dieser Anlage herum, sagte er. Deshalb wird es „innerhalb der nächsten 14 Tage“ eine Infoveranstaltung in Obermaubach geben, bei der der Landwirt umfassend Auskunft erteilen wird. Die Obermaubacher wollen sich indes anwaltlichen Beistands versichern.

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