Nörvenich - Brand in Asylunterkunft hat technische Ursache

Brand in Asylunterkunft hat technische Ursache

Von: mv
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Nörvenich / Feuer / Brand / Asylbewerberunterkunft
Nur Sachschaden entstand in der Nacht bei einem Feuer in einem der Asylbewerberhäuser im Nörvenicher Gewerbepark. Foto: Ralf Roeger

Nörvenich. Schreck zu nächtlicher Stunde in Nörvenich: Am Freitag um drei Uhr morgens loderten die Flammen in der Asylbewerberunterkunft. Das Gelände im Gewerbepark besteht aus acht Häuschen, von denen eins beim Eintreffen der Feuerwehr lichterloh brannte.

In diesem Häuschen hat sich zur Brandzeit nur eine Person aufgehalten, die aber die Örtlichkeit unverletzt verlassen konnte. Brandermittler der Kripo stellten im Verlauf des Freitag fest: Ein Defekt an einer Stromzuleitung im Dach der Unterkunft hat den Brand verursacht.

Nachts musste die Feuerwehr zunächst verhindern, dass die Flammen auf andere Häuschen übergriffen, wie Einsatzleiter Jan Bietendüfel mitteilte. Keine leichte Aufgabe, die den Einsatz der Wehren aus Nörvenich, Eschweiler über Feld, Oberbolheim, Rath, Dorweiler und Pingsheim erforderlich machte.

Außerdem vor Ort: Rettungsdienst, Dehleiter-Wagen und ein Atemschutz-Container. Während der Löscharbeiten mussten aus anderen Häuschen elf Personen in Sicherheit gebracht werden. Sie konnten kurzfristig auf dem Gelände des Bauhofs untergebracht werden.

Die Asylbewerberunterkunft fasst bis zu 40 Personen, tatsächlich halten sich dort stets weit weniger Personen auf, wie Ilsemarie Bewernick von der Gemeindeverwaltung mitteilte.

Bei den Löscharbeiten, die bis 8 Uhr morgens dauerten, atmete ein Feuerwehrmann Rauch ein. Er musste am Einsatzort ambulant behandelt werden. Eine weitere Person wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Zur Schadenshöhe konnten am Freitag weder Polizei noch Gemeindeverwaltung genaue Angaben machen. Vermutlich müsse dieser Teil der Unterkunft aber neu errichtet werden, „so dass der Schaden mehr als 100.000 Euro betragen könnte”, so Polizeisprecher Ralf Meurer gegenüber der „DN”.

In den frühen Morgenstunden war am Freitag noch von zwei Vermissten die Rede. Die Gemeinde konnte jedoch klarstellen, dass diese beiden Personen schon vor dem Brand als vermisst gemeldet waren. Zuletzt haben in der Unterkunft außer zwei Familien nur Alleinstehende gewohnt.

Nörvenichs Bürgermeister Hans Jürgen Schüller war übrigens trotz Urlaub selbst von 3 bis 6 Uhr vor Ort. Die Gemeinde will die einstöckigen Häuschen jetzt begutachten lassen, um zu ermitteln, inwieweit sie tatsächlich noch bewohnbar sind.
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