Düren - Bling-Bling aus Düren für Glööckler

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Bling-Bling aus Düren für Glööckler

Von: Burkhard Giesen
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Der Modedesigner Harald Glöckler hat gemeinsam mit einem Dürener Unternehmen eine Teppich-Kollektion entworfen. Foto: Konstantin Eulenburg
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Geschäftsführer Shikib Lalee hat ein Jahr lang an der Umsetzung der neuen Kollektion gearbeitet. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Shikib Lalee trägt einen passgenauen grauen Anzug, dazu ein weißes Hemd mit einer hellblauen Krawatte in dezentem Muster. Nichts an ihm sieht übertrieben pompös aus. Von Bling-Bling keine Spur. Kleiner Schönheitsfehler: Shikib Lalee sitzt auf einem von Harald Glööckler designten Sofa.

Neben ihm ein Sofa-Kissen mit dem glitzernden „Pompöös“-Logo, also dem Firmen-Label von Glööcklers Modeunternehmen. Der Grund: Der Dürener Geschäftsmann produziert für den Berliner Modeschöpfer eine neue Teppich-Kollektion – und die hat natürlich ganz viel Glamour und vor allem viel Bling-Bling.

Shikib Lalee ist zusammen mit zwei Brüdern Geschäftsführer der in 2012 gegründeten Obsession AG mit Sitz im Gewerbegebiet Im Großen Tal. Da produziert das Unternehmen, lässt aber auch in Ländern wie China, Indien und der Türkei fertigen.

Den Kontakt zu Harald Glööckler hatte Lalee schon vor über einem Jahr geknüpft. „Wir sind deutschlandweit das umsatzstärkste Unternehmen für Teppiche und sind auch international tätig“, erzählt der Geschäftsmann. „Wir haben Herrn Glööckler vor etwa einem Jahr kontaktiert, weil wir uns eine Zusammenarbeit mit ihm gut vorstellen konnten.“

Der Vorteil für den Dürener Unternehmer: Er kann sein Unternehmen mit einem prominenten Gesicht verbinden. Und das in einer Zeit, in der sein Produkt einem Wandel unterliegt. Lalee: „Früher waren Teppiche Erbstücke und oft auch eine Wertanlage. Heute sind sie eher Dekoprodukte. Für uns ist es deshalb wichtig, den Nerv der Zeit zu treffen.“ Genau dazu soll die mit Glööckler entwickelte Kollektion beitragen.

Die Idee kam beim Berliner Modedesigner offenbar gut an. Lalee: „Herr Glööckler hat uns vorgegeben, was er sich vorstellt. Wir haben dann versucht, das umzusetzen, haben ihm die Entwürfe vorgelegt, es seinen Vorstellungen angepasst – so lange, bis das Produkt perfekt passte.“

Fast ein Jahr hat die Entwicklung der Kollektion in Anspruch genommen. „Es geht bei solchen Produkten zum Beispiel auch darum, mit welcher Maschinerie die Fertigung erfolgt. Dann müssen die Garne hergestellt, die Farbe muss genau getroffen werden“, erläutert Shikib Lalee den komplizierten Abstimmungsprozess.

Herausgekommen sind handgetuftete Teppiche, die in den Farben Schwarz, Silber, Weiß und Creme mit barocken Ornamenten mit der typischen Glööckler-Symbolik versehen sind. In einer zweiten Linie gibt es dezentere Hochfloor-Teppiche in den Farben Anthrazit, Violett, Rot und Braun. Für „funkelnde Momente“ soll ein eingewebter Lurexfaden sorgen, der den entsprechenden Glitzereffekt widerspiegelt.

„Die Motive von Herrn Glööckler sind sehr ausgefallen. So etwas kann man im synthetischen Bereich natürlich besser entwickeln“, erläutert Lalee, der die jetzige Kollektion noch in China fertigen lässt. Im Rahmen der Kooperation sind allerdings weitere Produkte vorgesehen. „Wir werden Teppiche herstellen, bei denen wir Fuchs- und Zobel-Motive in 3 D-Optik imitieren. Das sieht dann so aus, als ob jemand einen Nerzmantel auf den Boden gelegt hätte“, betont Lalee. Diese höherwertigen Teppiche sollen dann auch in Düren produziert werden. „Damit werden wir nach aktueller Planung Ende Januar in Serie gehen.“

Angetan von den Ergebnissen ist auch Harald Glööckler selbst: „Ich liebe große, wundervolle und aufwändig gearbeitete Teppiche mit einer prächtigen Ornamentik. Sie geben jedem Raum etwas Erhabenes, etwas märchenhaft Romantisches. Mit meiner TeppichKollektion wollte ich den Menschen diese Magie und diese besondere Atmosphäre nach Hause bringen.“

Vermutlich im Februar soll die Kollektion dann auch offiziell in Düren präsentiert werden – natürlich in Anwesenheit von Harald Glööckler. Das dürfte pompös werden und der Bling-Bling-Faktor wird dann wohl nicht zu übersehen sein.

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