Düren - Blindenseelsorger leisten Lobbyarbeit für mehr Teilhabe

Blindenseelsorger leisten Lobbyarbeit für mehr Teilhabe

Von: smb
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Pfarrer Hans-Otto von Danwitz und Astrid Sistig sind die neuen Seelsorger für blinde und sehbehinderte Menschen. Foto: smb

Düren. Die gleichberechtigte Teilhabe der seebehinderten und blinden Menschen in Gesellschaft und Kirche ist das große Ziel von Seelsorgerin Astrid Sistig und Pfarrer Hans-Otto von Danwitz. Nach dem Ausscheiden von Herbert Greif etablieren die beiden nun ein neues Büro der diözesanen Seelsorge für blinde und sehbehinderte Menschen mit Sitz an der Kirche St. Antonius.

„Düren übernimmt deutschlandweit eine Vorrangstelle für die Betreuung von blinden und sehbehinderten Menschen“, sagte von Danwitz bei der Vorstellung des Büros. Die Seelsorge sei dabei ein wichtiges Element. „Herbert Greif hat tolle Arbeit geleistet“, loben die beiden Nachfolger, die diese Arbeit fortsetzen wollen. „Hier im Grüngürtel liegen viele Einrichtungen in der Nähe, hier können wir eine zentrale Anlaufstelle sein“, erklärt Astrid Sistig. Allerdings sind die Seelsorger auch häufig in den Einrichtungen für blinde Menschen unterwegs, bieten Meditation, Kommunion- und Firmvorbereitung und Einzelgespräche an. Bei den Angeboten werden alle Sinne angesprochen.

Warum ich? Warum jetzt?

Die Kommunikation klappt in Astrid Sistigs Augen sehr gut. „Viele Absprachen finden über E-Mails, statt, die von einem Sprachsystem vorgelesen werden“, erklärt sie.

„Die Menschen haben die gleichen Bedürfnisse und die gleichen Fragen wie sie in anderen seelsorgerischen Bereichen auch gestellt werden“, betont Astrid Sistig. Gleichwohl würden auch Blindheit oder Erblindung in den Gesprächen immer wieder eine Rolle spielen. „Warum ich?“, „Warum jetzt?“ seien Fragen, die sich viele Betroffene stellten. Außerdem seien die Seelsorger für blinde und sehbehinderte Menschen auch deren Anwälte, betont von Danwitz. So gehe es beispielsweise darum, auch diesen Menschen die Teilhabe an religiösen Veranstaltungen wie der Aachener Heiligtumsfahrt, aber auch an Gottesdiensten und Rorate-Messen im Advent zu ermöglichen. Es gehe darum, Lobbyarbeit zu leisten und Barrieren abzubauen. Die Blindenseelsorge des Bistums sitzt in Düren, Grüngürtel 41. Astrid Sistig ist unter Telefon 0172/7967252 oder per E-Mail an blindenseelsorge@bistum-aachen.de zu erreichen.

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