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Bleibt Engpass etwa für ewig?

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Der Engpass unter der Brücke zur Einfahrt nach Derichsweiler könnte leicht beseitigt werden. Doch dem Abriss der Mauern links und rechts stehen bürokratische Hemmnisse entgegen. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Monate lang war die Eingangsstraße von der B 264 nach Derichsweiler gesperrt. Die Bahnbrücke musste erneuert werden. Mittlerweile ist die Brücke fertig, doch die Verkehrssituation darunter ist so bescheiden geblieben wie sie war.

Maximal ein Auto passt unter der Brücke durch, bei Gegenverkehr gibt es Probleme. Die Derichsweiler Bürger sind enttäuscht.

Als die Stadt 2007 von der Bahn darüber informiert wurde, dass die Brücke der Hauptstrecke zwischen Aachen und Düren erneuert werden muss, wurden Pläne geschmiedet, das Bauwerk gleich so breit anzulegen, dass zwei Autos nebeneinander und womöglich noch ein Fahrradweg darunter passen.

Der Technische Beigeordnete der Stadt, Hans Wabbel, habe seinerzeit die Verhandlungen mit der Bahn geführt, blickte die CDU Derichsweiler jetzt zurück. Die Stadt habe damals für das Projekt 130000 Euro bereit gehalten.

Doch im März 2008 kam dann die ernüchternde Auskunft der Bahn: Der Abriss der Mauern sei ein „Aufweitungswunsch”. Und in Folge dieses Wunsches müsse sich die Stadt laut Eisenbahnkreuzungsgesetz mit einem Drittel an den gesamten Brückenkosten von zwei Millionen Euro beteiligen. Die Bürokratie ließ grüßen. Klar, dass man im Rathaus beim Blick auf die klamme Kassenlage da abwinken musste.

Die CDU fordert nun einen neuen Vorstoß der Stadt. Bei der Deutschen Bahn scheint man die Sache jetzt auch nicht mehr ganz so streng zu sehen. „Die Brücke ruht jetzt auf neuen Widerlagern. Die alten Lager muss die Stadt schon selbst entfernen”, sagte Jürgen Kugelmann, ein Sprecher der Bahn, auf Anfrage der DN. Von einer Beteiligung der Stadt an den Brückenkosten war nicht mehr die Rede.

„Wir haben nichts Neues in der Sache gehört”, bremst der Technische Beigeordnete der Stadt, Hans Wabbel, allerdings zu große Hoffnungen. Will heißen: Die Befürchtungen im Rathaus sind immer noch groß, beim Abriss der Widerlager von der Bahn für den Brückenbau zur Kasse gebeten zu werden. Wabbel: „Das würde ins Gesamtbild passen, wie die Bahn die Bürger überfährt. Die will bei der Stadt Geld rauspressen, was wir nicht haben.”
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