Hürtgenwald - Blauer Benzindunst liegt über der Steilpiste

Staukarte

Blauer Benzindunst liegt über der Steilpiste

Von: mv
Letzte Aktualisierung:
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Vor dem Start und der Proberunde sind alle noch recht entspannt. Später wird es laut und hektisch. Foto: Margret Vallot

Hürtgenwald. Eiskalt und scharf wie selten im Juli pfiff der Wind über die Höhen von Hürtgenwald, als am Samstag in Kleinhau der Motorsport Club (MSC) sein Vier-Stunden-Mofa-Rennen austrug. Zunächst trieb der Wind Staubwolken vor sich her, später setzte Regen ein.

Knapp 150 Fahrer, darunter auch drei Fahrerinnen, begaben sich nachmittags an den Start. Sie wagten sich auf die Steilpiste, den Raffelsberg, und hielten auch im Regen durch. Die Motocrossstrecke ist so abschüssig, dass die kleinen Zweiräder - mehr als 50 ccm sind nicht erlaubt - wohl keine Chance hätten, wären sie nicht tüchtig verändert worden.

Es galt, innerhalb von vier Stunden die fast 200 Meter lange Steilstrecke so oft wie möglich zu fahren. Dafür dürfen sich auf einem Leichtkraftrad maximal drei Fahrer abwechseln. „Es gibt aber”, so erklärte MSC-Sprecher Marcus Froitzheim, der auch selbst an den Start ging, „Fahrer, die die vier Stunden allein absolvieren”.

Die Fahrer sind zwischen 14 und 50 Jahre alt. Zu den Jüngsten gehörten Peter Wilden und Marcel Machler. „3 Engel für Hubi” nannte sich das einzige weibliche Team. Alle tragen Motocrossstiefel oder wenigstens knöchelhohe Schuhe, Spezialhosen, Brustpanzer, Knieschoner, Ellbogenschoner und natürlich Helme, die auch Nase und Kinn schützen. 500 Euro kostet allein die Ausstattung. „Wer ohne Helm erwischt wird, zahlt 25 Euro”, erzählte Froitzheim.

Gemütlich ging es Samstag nur bei der Einführrunde zu, die alle absolvieren müssen. Blauer Bezindunst liegt schnell über der Strecke. Während des Rennens stoßen einige Kleinkrafträder verdächtig viel Qualm aus, anderen springt plötzlich die Kette ab. Dann eilen die Helfer herbei und versuchen in Windeseile, den Schaden zu beheben. Gewonnen hat am Ende das Team H-M Moto aus Rommerskirchen mit 106 Runden.

Zweiter wurde das Team „Da geht noch was!” mit Georg Siemons, Tobias Mertes und Stephan Senden, alle aus Kleinhau, mit 104 Runden. Dritter wurde das Team Eckschwed mit Peter Hentrich und Stefan Essertz (103 Runden), beide ebenfalls aus Kleinhau.

Die Fans von Motocross können sich jetzt auf das kommende Wochenende freuen. Am 25. und 26. Juli sind in Kleinhau 300 Fahrer aus acht Nationen am Start beim Internationalen Jugend-Motocross, veranstaltet vom MSC-Kleinhaus.
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