Düren - Bismarckbrücke: Die Abrissbagger kommen

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Bismarckbrücke: Die Abrissbagger kommen

Von: inla
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Die 60 Jahre alte Bismarckbrücke wird abgerissen. Im April kommenden Jahres soll der Neubau für den Kraftfahrzeugverkehr wieder freigegeben werden. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Nun wird es langsam ernst. Seit Monaten ist bekannt, dass die Bismarckbrücke in Düren abgerissen wird, am Donnerstag nun wurde der symbolische erste Spatenstich für das Projekt vollzogen.

Ab kommendem Montag, 6.30 Uhr, ist das Bauwerk für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Zwei Tage später beginnt der Bau einer Behelfsbrücke, die ab Montag, 13. Juli, für Radfahrer und Fußgänger geöffnet wird.

Einen Tag später beginnt dann der Abriss der aus dem Jahr 1949 stammenden Bismarckbrücke. Über das 61 Meter lange Bauwerk fahren täglich etwa 18.000 Autos; es ist marode und seit längerem schon für den Schwerlastverkehr gesperrt. Bis Ende April nächsten Jahres soll der Neubau soweit fertig sein, dass Pkw, Lkw und Busse wieder fahren können. Die Gestaltung des Umfeldes wird voraussichtlich bis November 2010 dauern.

Die Frage, ob eine Behelfsbrücke auch für Kraftfahrzeuge errichtet werden soll, ist in Düren lange diskutiert worden. Letztlich entschied die CDU-Mehrheit auf Empfehlung der Verwaltung, keinen Ersatz zu schaffen, unter anderem mit Verweis auf die Kosten in Höhe von 460.000 Euro.

Bürgermeister Paul Larue zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass die Bauphase ohne nennenswerte Probleme bewältigt werden kann. Experten haben mit Hilfe eine Simulaitionsprogrammes errechnet, dass es keine großen Verkehrsprobleme geben dürfte. „Wir versuchen mit geschickten Umleitungen und verändereten Ampelschaltungen die Beeinträüchtigungen so gering wie möglich zu halten”, sagte Heiner Wingels, Leiter des Tiefbauamtes.

Hinweisschilder weisen schon heute auf Umleitungen und sonstige Ausweichmöglichkeiten hin. Die Sommerferien dienen als Gewöhnungphase. Bis Mitte August wird das Verkehrsaufkommen deutlich geringer als sonst sein. „Danach werden die Dürener ihren Weg gefunden haben”, sagte Bürgermeister Larue.

Die neue Bismarckbrücke wird sich optisch an die nahe gelegene Johannesbrücke anlehnen. Sie wird zwei 3,25 Meter breite Fahrspuren haben, dazu je 3,75 Meter breite Wege für Fußgänger und Radfahrer.

Der bislang unterbrochene Radweg unter der Brücke wird demnächst durchgezogen sein. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf gut 3,2 Millionen Euro. Zeitgleich mit dem Abriss werden auf der Tivolstraße auch Kanalanlagen erneuert, zudem auch auf der Philippstraße. Kosten: 900.000 Euro. Um Anwohner zu schonen, wird die Tivolisttraße einen lärmmindernden Asphalt erhalten (460.000 Euro)

Bus-Linien der DKB werden verlegt

Wegen des Abrisses ändert sich ab Montag, 6. Juli, der Weg für manche Busse. Betroffen sind die Linien 203, 237, 296 sowie die des Citybusses.

Die Haltestellen Eisweise und Tivolistraße werden von der Linie 203 (in beiden Richtungen) sowie den Linien 237 und 296 (nur in Richtung Kaiserplatz - Bahnhof / ZOB) während der neunmonatigen Bauzeit nicht angefahren. Statt dessen verläuft die neue Linienführung über die Ersatzhaltestellen Rurbrücke und Aachener Straße / AOK und führt über die August-Klotz-Straße direkt zum Kaiserplatz.

Um den Fahrgästen von der Tivolistraße einen unmittelbaren Anschluss zum Kaiserplatz zu ermöglichen, fährt der Ciytbus im 20-Minuten-Takt vom Annakirmesplatz über die Rurstraße-Tivolistraße (Haltestelle Eisweise und Tivolistraße) zum Kaiserplatz. Die Linienführung der L 237 und L 296 stadtauswärts Richtung Langerwehe verläuft über die Haltestellen Tivolistraße Eiswiese.

Weitere Infos gibt es bei der Dürener Kreisbahn im Service Center am Kaiserplatz 10.

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