Düren - Bis zum Wochenende: Kandidaten für Dürener Ehrenamtspreis gesucht

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Bis zum Wochenende: Kandidaten für Dürener Ehrenamtspreis gesucht

Von: oha
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Mit der „Danke-Karte” bekommen Ehrenamtler Vergünstigungen.

Düren. Immer weniger Menschen sind bereit, sich ehrenamtlich in einem Verein zu engagieren. Wer schon beruflich unter Stress steht, will sich nicht auch noch in seiner Freizeit Arbeit für einen Verein aufhalsen. Wie kann man diese Entwicklung aufhalten?

Die Stadt Düren hat den Tag des Ehrenamtes geschaffen, an dem einige wenige Freiwillige besonders heraus gestellt und mit einer Urkunde bedacht werden. Die Kandidaten müssen bis zum kommenden Wochenende benannt werden.

Der Dürener Ehrenamtspreis ist eher ideeller Natur. Es gibt ein Lob durch den Bürgermeister, immerhin. Und die Herausstellung in Internet und Tageszeitung. Geld gibt es nicht. Auch in Vettweiß gibt es neuerdings den „Ehrenamtspreis”, der aber zumindest mit 500 Euro dotiert ist. Zuletzt verliehen an den „Vettweißer Tisch”, der ärmere Menschen in der Gemeinde mit Lebensmitteln versorgt.

Reichen diese symbolischen Zeichen, um Menschen zum ehrenamtlichen Engagement zu motivieren? „Mit den 500 Euro konnten wir zumindest für ein halbes Jahr unseren Sprit bezahlen”, kann Franz Erasmi für den Vettweißer Tisch der Auszeichnung durchaus Positives abgewinnen.

Vereine könnten aber auch selbst Anreize schaffen, sagt Dr. Werner Rixen, Vorsitzender des Dürener Turnvereins, mit rund 4150 Mitgliedern der größte Verein der Region. Der DTV hat 17 Sportabteilungen, allein um für jede Abteilung einen Vorstand zu stellen, sind 80 bis 90 Personen nötig. Dr. Rixen: „Wir hatten bisher zum Glück keine Mühe, alle Posten zu besetzen. Anderen Vereinen geht es leider nicht so. In diesem Fall sollte man überlegen, den Ehrenamtlern den Abteilungsbeitrag zu erlassen, um sie zur Übernahme von Verantwortung zu motivieren.”

Der Kreis Düren hat die „Danke Karte” aufgelegt. Inhaber der Karte erhalten in vielen Geschäften kreisweit einen kleinen Rabatt beim Einkauf. Verliehen bekommen die Karte Bürgerinnen und Bürger, die sich mindestens seit zehn Jahren in einer gemeinnützigen Einrichtung, in Verbänden oder Vereinen ehrenamtlich für die Belange Anderer einsetzen.

Auch der Dürener CDU-Politiker Thomas Floßdorf kann sich vorstellen, Ehrenamtler einmal mit freiem Eintritt in Museum oder Schwimmbad zu belohnen. Doch er fordert mehr: „Hier geht es um eine generelle Diskussion, der sich die Gesellschaft stellen muss.” Ehrenamtliche Tätigkeit müsse auch vom Arbeitgeber anerkannt und gefördert werden. Dies gehe vermutlich nur über gesetzliche Vorgaben.
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