Hürtgenwald - Biogasanlage: Es geht voran

Biogasanlage: Es geht voran

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:

Hürtgenwald. Jetzt ist es amtlich: Der Rat der Gemeinde Hürtgenwald hat beschlossen, dass diverse Gutachter genau prüfen können, ob in Kleinhau an der L11 eine Biogasanlage gebaut werden kann.

Gegen das Projekt hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, was Bürgermeister Axel Buch im Rat ausdrücklich begrüßte, „weil wir dann mit Sicherheit auf alles hingewiesen werden, was wir eventuell falsch machen”.

Die Biogasanlage ist ein Streitthema, das wurde nochmals in der Diskussion vor der Entscheidung klar. „Gerade die Vorgänge von Japan”, so CDU-Fraktionschef Professor Reinhard Odoj, erforderten eine Bevorzugung der regenerativen Energien. Auch werde die Biogasanlage mit Bundesmitteln prima gefördert. Sie liefere zuverlässig Strom und sei wegen der Waldlage „optisch erträglich”. Wenn die Gutachten ergeben sollten, dass beispielsweise mit Lärm und Gestank zu rechnen sei, werde die Anlage eben nicht gebaut.

Für die SPD meinte Fraktionschef Rainer Polzenberg sinngemäß: Biogasanlage ja, aber nicht an diesem Standort. Anderen Sozialdemokraten war, wie auch der FDP, das Verfahren „einfach zu schnell durchgezogen” worden. Heinz Kaumanns (SPD) meinte, er habe „noch selten ein Verfahren erlebt, das so zügig durchgeführt wurde”. Nötig wurde das, weil es ab 2012 keine Zuschüsse mehr gibt.

Formuliert wurden auch wieder erhebliche Bedenken, was die Umwandlung von Mais (Lebensmittel) in Energie betrifft. Das führte dazu, dass in die Verträge aufgenommen wird, dass man möglichst vom Mais wegkommen will. Außerdem soll die Verwaltung den Beitritt der Gemeinde in die Betreibergesellschaft vorbereiten. Mit fünf Gegenstimmen (4 SPD, 1 CDU) wurde mehrheitlich entschieden.

In der Ratssitzung brachte Buch, der Bund und insbesondere das Finanzgebaren des Landes NRW kritisierte, seine Vorstellungen zum Haushalt 2011 ein. Der schließt mit einem dicken Minus von 3.434.740 Euro. Viel zu wenig werde bedacht, so Buch, dass die Gemeinde alles, was sie dem Kreis Düren zahlen müsse, durch Kredite finanziert. So sei man finanziell „völlig überfordert und zugleich machtlos”.
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