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Bilder gestohlen und im Internet verkauft

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Düren. Weil sie 71 Bilder im Wert von 68.000 Euro entwendet und zu einem großen Teil im Internet verkauft haben, sind zwei Angestellte einer Dürener Galerie am Freitag vom Dürener Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von je einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden.

Die Tat liegt schon einige Zeit zurück. Ende 2005 bemerkte der Inhaber der Galerie zum ersten Mal, dass Kunstwerke aus seinem Bestand fehlten. Er erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Während seines Urlaubs Anfang 2006 und in den Osterferien 2006 verschwand dann plötzlich eine große Menge Bilder aus dem Lager.

Ein Kunde schied als Langfinger aus, es konnten eigentlich nur Täter aus dem eigenen Haus sein. Die beiden Verurteilten arbeiteten im Lager hinter dem Verkaufsbereich. Ihre Aufgabe war es, die Kunstwerke zu rahmen. Beide hatten einen Schlüssel zum Hinterausgang, der auf einen kleinen Parkplatz führte.

Zunächst hatte der Galerist überlegt, eine Überwachungskamera im Lager zu installieren, doch dann setzte er sich eine Nacht vor seinen Computer und durchforstete das Internet nach seinen Kunstwerken. Und Tatsächlich: Bei einem Verkaufsportal wurde er fündig. Etliche Bilder aus seinem Besitz wurden hier Kunden angeboten - von einem Dürener unter der Rubrik „Räumungsverkauf wegen Umbau”.

Zum Schein ging der Galerist auf einen Kauf ein. „Das war spannend wie im Krimi”, schilderte er vor Gericht die nächtliche Aktion. Nach dem Zuschlag erhielt der Galerist die Adresse, an der er das Bild abholen konnte. Und siehe da: Es war der Nachbar seines Angestellten (der Nachbar ahnte nichts vom kriminellen Tun). Von da an ging es schnell. Beide Beschäftigte wurden festgenommen.

Ein Großteil der Kunstwerke im Wert zwischen 80 und 7200 Euro ist dem Besitzer inzwischen zurückgegeben worden. Einer der beiden Angeklagten entschuldigte sich für seine Tat und versprach, auch den Rest des entstandenen Schadens zurückzuzahlen.

Sein Komplize gab lediglich zu, von vier gestohlenen Bildern gewusst zu haben. Doch das kaufte ihm das Gericht nicht ab. Es ging vielmehr davon aus, dass beide die Taten begingen und den Erlös teilten.
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