Düren - Bilder bereichern in Düren das Heimleben

Bilder bereichern in Düren das Heimleben

Von: elfa
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Inspiriert von der Natur und vom menschlichen Zusammenleben: Emilie Josée Krechting präsentiert ihre Bilder im Haus St. Anna. Foto: Elmar Farber

Düren. Wie sehen Gefühle und Empfindungen aus, wenn wir ihnen Farbe verleihen, ihnen ein Gesicht geben und sie als abstrakte Elemente - Erde, Feuer, Wasser, Luft, Berg und Donner - auf Leinwand bannen?

Diese Frage hat Emilie Josée Krechting bereits 2003 mit ihrer Ausstellung „Signs of Elements” beantwortet. „Um nicht von der Kraft der Elemente abzulenken”, erfolge ihre Darstellung gegenstandslos, sagt die Freizeit-Künstlerin, die das Malen autodidaktisch gelernt hat und ihre Bilder seit 2001 regelmäßig im Kreis Düren ausstellt.

Ihre aktuelle Ausstellung „Ensemble” gastiert nun in der Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Anna. „Ensemble” besteht aus einigen bisher unveröffentlichten Gemälden sowie Bildern zweier weiterer Serien aus dem Jahr 2006. In „Lesprit de soleil” thematisiert Josée Krechting das Licht in all seinen Formen.

„So sind Bilder entstanden, die, hängt man sie ins Licht oder an eine Wand, die im Laufe des Tages vom Sonnenlicht bestrahlt wird, leben. Sie verändern sich in ihrer Atmosphäre und sind so in der Lage, auch dem Raum, in dem sie hängen, immer wieder einen anderen Ausdruck zu verleihen.”

Gegenseitig Halt geben

Die dritte Serie, die in der Ausstellung in Teilen zu sehen ist, ist „Openbeen” (Niederländisch: „op en been” - „auf einem Bein”). Ausschlaggebend für diese Serie war ein Bericht über Venezuela, der unter anderem zeigte, wie sich verschiedene Pflanzen durch ihr Wurzelwerk gegenseitig Halt geben und so als „Kissen” - zumindest eine Weile lang - den immer wiederkehrenden Überschwemmungen trotzen.

Die Serie thematisiert den ständigen Wechsel von Verwitterung, Erosion und Erneuerung. Jung und Alt lösen sich ab und bedingen sich gegenseitig. Als Malgrund bedient sich Josée Krechting in dieser Serie Eisenplatten. Die Leinwand wird mit Abstandshaltern über die Platten gezogen und gibt den Gemälden dadurch Tiefe und fließende Lebendigkeit. Das Filigrane und Zerbrechliche wird durch eingearbeitete Klöppelspitzen symbolisiert.

Insgesamt hat die Malerin 37 Bilder mitgebracht, die nun die Flure im Haus St. Anna zieren, die aber nicht nur die Bewohner und das Personal des Hauses erfreuen sollen. „Seniorenheime haben etwas von Kläranlagen”, schmunzelt Pflegedienstleiter Thomas Schmitz, „jeder weiß, wo sie sind, aber niemand möchte hineingehen.”

Das soll sich mit der Ausstellung, zu der jeder eingeladen ist, ändern. „Wir sind froh, über die Ausstellung und weitere Aktionen, einen interessanten kulturellen Gesichtspunkt in unser Heimleben bringen zu können”, so Schmitz.

Die Ausstellung „Ensemble” ist noch bis Ende Juli täglich von 10 bis 16 Uhr im Haus St. Anna in der Waisenhausstraße 8 zu besichtigen.
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