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Bewegung als Grundbedürfnis

Von: Guido Jansen
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Sabine Lakomy (links) und ihr Lauftrainer Fahd Mellouk arbeiten hart, um die Laufzeiten zu verbessern. Auf der Zehn-Kilometer-Distanz war das erfolgreich: In nur einem Jahr ist Sabine Lakomy um knapp fünf Minuten schneller geworden. Foto: Guido Jansen

Düren. Sabine Lakomy muss lachen, als sie die Frage hört. „Nie im Leben”, lautet die knappe Antwort. Nie im Leben hätte sie sich vor vier oder fünf Jahren vorstellen können, dass sie mittlerweile zu den besten Langstreckenläuferinnen der Region gehört. Seit die Frau aus Lendersdorf 2006 mit dem Laufen begonnen hat, ist ihr Leben in Bewegung geraten.

Und zwar so sehr, dass die 32-Jährige Anfang November schnellste Frau beim anspruchsvollen Rursee-Marathon geworden ist.

Lakomy ist eine der vielen Spätberufenen im Laufsport. Und sie kann sich ein Leben ohne Sport nicht mehr vorstellen. „Du fühlst dich fitter, bist länger wach im Kopf”, beschreibt sie die angenehmen Nebenwirkungen. „Ich hatte damals mit dem Rauchen aufgehört und mir gedacht: Du musst was tun.” Ihre Anfänge als Läuferin haben 2006 in der Leserakademie der „Nachrichten” in Aachen gelegen. Marathon-Vorbereitung hieß der Kurs.

Die 42,195 Kilometer sind schon im Frühjahr 2007 beim Bonn-Marathon Realität geworden. Seit dem steigert sich die Krankenschwester regelmäßig. „Ich schätze ihr Potenzial sehr hoch ein”, sagt Fahd Mellouk, der Lauftrainer bei Lakomys neuem Verein Düren 99. Als nächstes, wenn das Grundlagentraining der Wintermonate vorbei ist, soll an der Lauftechnik gefeilt werden. „Sie kann einen größeren Schritt machen und damit schneller werden”, so Mellouk. Die Fortschritte werden zwar kleiner, sind aber nach wie vor beträchtlich. So über die zehn Kilometer.

Vor einem Jahr hat die 32-Jährige die klassische Volkslauf-Distanz in 45, 46 Minuten absolviert. Im Sommer lag die Bestzeit bei 41,15 Minuten. Die 40 Minuten sollen irgendwann geknackt werden. Einer der nächsten Schritte soll eine Marathon-Zeit von 3:15 Stunden sein. Das will Sabine Lakomy Anfang Mai beim Mainz-Marathon schaffen. Aber sportliche Ziele sind bei weitem nicht der einzige Reiz, den das Laufen für sie hat. Da ist die gesellige Komponente.
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