Betreutes Wohnen: SPD will Untersuchung abwarten

Von: de
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Merzenich. Auch die SPD-Fraktion weiß, dass es in der Gemeinde Merzenich einen großen Bedarf für das so genannte „Betreute Wohnen“ gibt. Die Sozialdemokraten warnen aber davor, die nötigen Entscheidungen voreilig zu treffen.

Der Fraktionsvorsitzende Wilfried Gooßens und SPD-Ratsherr Bernd Pütz fordern, in dieser Frage das beim Kuratorium Deutsche Altershilfe in Auftrag gegebene Gutachten abzuwarten.

Gooßens: „Das Gutachten soll Aufschluss über den Bedarf an den verschiedensten Formen des seniorengerechten Wohnens geben. Es gibt ja auch viele andere Modelle als nur das Betreute Wohnen. Im Interesse der Sache – und vor allem der Merzenicher Seniorinnen und Senioren fordern wir alle an der Diskussionen Beteiligten auf, das Ergebnis der Studie abzuwarten und auf der Basis des Gutachtens die notwendigen Konsequenten für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik in der Gemeinde Merzenich zu ziehen.“

In der bisherigen Diskussion sind vor allem zwei Standorte für „Betreutes Wohnen“ ins Gespräch gebracht worden: Einmal ein Projekt als Erweiterung des Seniorenzentrums in der Burgstraße und zum anderen ein Neubauvorhaben im Bereich Ürlingsweg zwischen dem Hauptort und dem künftigen neuen Morschenich. Die SPD beklagt in diesem Zusammenhang, „dass versucht wird, über Veröffentlichung in der Presse und mit Unterschriftenlisten politische Einfluss zu nehmen und die Bürgerinnen und Bürger mit fragwürdigen Argumenten und politischen Halbwahrheiten zu beeinflussen.“

Ein Dorn im Auge ist den Sozialdemokraten insbesondere die Unterschriftenaktion der Christlich-Demokratischen Fraktion (CDF). Pütz: „Wir haben die Listen unter die Lupe genommen. Von den 1106 gesammelten Unterschriften stammen über 400 gar nicht aus dem Gemeindegebiet und etliche weitere Unterschriften haben Minderjährige geleistet. Das Agieren mit derartigen Mogelpackungen ist der Sache nicht dienlich und moralisch zutiefst verwerflich.“ Die SPD-Fraktion fordere deshalb eine „Versachlichung der Debatte“.

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