Düren - Bessere Vernetzung durch das Internetportal „Know your local scene“

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Bessere Vernetzung durch das Internetportal „Know your local scene“

Von: Burkhard Giesen
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Dennis Uerlings (links), Michelle Braun und Thomas Janssen betreiben mit Unterstützung der Bürgerstiftung Düren das regionale Musikportal „Know your local scene“. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Der Musikkonsum von Dennis Uerlings hat sich nicht wirklich geändert. Der 29-jährige Sachbearbeiter rennt in der Region weiter zu möglichst vielen Konzerten lokaler Bands. „Statt vorne zu tanzen, steht man da jetzt nur mit der Kamera“, erklärt Uerlings. Gemeinsam mit Michelle Braun und Thomas Janssen betreibt er das Internetportal „Know your local scene“.

Die regionale Musikszene zwischen Aachen, Düren, Jülich und der Eifel kennen die Drei ziemlich genau. Zumal Michelle Braun selbst als Sängerin der Band „Legend Diary“ musikalisch aktiv ist. Und auch Thomas Janssen ist in der Musikszene kein Unbekannter. „Ich mache seit gefühlten 100 Jahren Musik, spiele Bass“, sagt der 32-Jährige, der in verschiedenen Bands von Covern bis Metal schon so ziemlich jede Musikrichtung vertreten hat.

Die Grundidee des Internetportals ist eine simple: „Früher war die Musikszene in der Region viel enger verbunden. Man kannte sich untereinander“, sagt Janssen. Zu dieser engeren Verzahnung wollen die drei Musikfans mit ihrem Internetangebot wieder beitragen. Angefangen hat alles mit dem Videomagazin auf Facebook und dem dazugehörigen Youtube-Channel. Die „Know your local scene“-Macher interviewen Bands oder zeichnen Konzerte auf und stellen die professionellen Beiträge dann online.

„Ich hab laut ‚hier‘ geschrien, als eine Moderatorin für die Videos gesucht wurde“, erinnert sich Michelle Braun, die die Interviews mit den Bands führt – und das durchaus charmant, witzig und gerne auch mal eine Spur frech. Sieben Bandinterviews gibt es bereits, das achte Interview mit der Gruppe „The Tideline“ aus Langerwehe ist schon abgedreht.

Anfang des Jahres ist dann die Homepage dazugekommen, auf der es neben den Videos insbesondere das Bandregister gibt – sortiert nach musikalischen Sparten. Hier können sich alle Bands der Region präsentieren. Dennis Uerlings: „So können zum Beispiel lokale Veranstalter auf unserer Seite Bands finden, die sie vielleicht noch nicht kennen.“ Das ferne Ziel: Irgendwann sollen Musiker und Veranstalter über das Portal miteinander vernetzt sein.

Unterstützung erhält „Know your local scene“ durch die Bürgerstiftung Düren, die das Projekt in diesem Jahr erstmals fördert. Dennis Uerlings: „Wir machen das ja alle neben unserem Beruf. Und wie bei vielen Ideen realisiert man manchmal erst später, was da genau auf einen zukommt.“ So sind zum Beispiel die Videoproduktionen sehr zeitintensiv. Und Geld fürs Equipment oder die Fahrten zu Bands und Konzerten fallen natürlich auch an.

Thomas Janssen: „Die professionelle Homepage konnten wir nur dank der Förderung durch die Bürgerstiftung realisieren.“ Musikalische Berührungsängste haben die „Know your local scene“-Macher keine. „Natürlich würde ich mir nicht von jeder Band zu Hause eine CD in den Spieler schieben“, sagt Dennis Uerlings – trotzdem ist er bei HipHop- oder Singer-Songwriter-Konzerten genauso gerne dabei, wie bei Metal-Bands. Und Michelle Braun ergänzt: „Ich bin immer für alles offen, zumal es in den Interviews ja auch eher um die Leute geht, die hinter der Band stehen.“

Nur bei einer musikalischen Sparte sagen sie alle kategorisch Nein: Bands, die musikalisch rechtes Gedankengut verbreiten.

Einen kleinen Traum gibt es natürlich auch noch. In der Szene hat sich der Markenname „Know your local scene“ bereits herumgesprochen.

„Es kommen unheimlich viele Anfragen für Interviews“, freut sich Thomas Janssen. „Und wenn wir mit der Kamera im Gepäck auf Konzerten auftauchen, wird man auch direkt angesprochen“, ergänzt Michelle Braun.

Und der Traum? „Wir würden gerne mal dabei sein, wenn eine Band aus Düren es auf eine große Bühne, zum Beispiel bei einem Festival, schafft“, sagt Michelle Braun. Das ist bisher nur den Bands „Peilomat“ und „Kasalla“ um Florian Peil gelungen. Aber wer weiß, vielleicht ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis eine der von Dennis Uerlings, Michelle Braun und Thomas Janssen interviewten Bands auch überregional den Durchbruch schafft.

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