Düren - Besonderes Musikerlebnis in der LVR-Klinik

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Besonderes Musikerlebnis in der LVR-Klinik

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
6441807.jpg
Sonja Kemnitzer, Stephan Schardt und Elisabeth Wand (von links) spielten sich virtuos und mit Leidenschaft in die Herzen der Besucher. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. „Man kann durchaus in die LVR-Klinik Düren kommen“, stellte Dr. Ulrike Beginn-Göbel, ärztliche Direktorin, bei ihrer Begrüßung fest. Viele Männer und Frauen waren an diesem Abend im Festsaal der Klinik erschienen, um „Italienische Violinmusik der Barockzeit“ zu erleben.

Für die Musiker hätte man sich einige Besucher mehr gewünscht. „Solche Musikerlebnisse der besonderen Art“, fuhr die Klinikchefin fort, „sollen als Türöffner für die Menschen draußen dienen, die ansonsten eher davor zurückscheuen, ein Gelände zu betreten, wo psychisch Kranke leben.“

Programm mit Leben erfüllt

Dass diese Musik ein Erlebnis der besonderen Art wurde, dafür sorgten drei Interpreten, die ihre Musik in hervorragender Art und Weise präsentierten. Stephan Schardt, Violine, Elisabeth Wand, Violoncello, und Sonja Kemnitzer, Cembalo, spulten nicht nur ein Programm ab, sondern sie erfüllten es mit Leben, durchlebten es so intensiv, dass sie am Ende glücklich und erschöpft wirkten. Technisch perfekt, exakt im Zusammenspiel, virtuos und mit einer unaufdringlichen Empathie spielte das Trio ein Konzert auf sehr hohem Niveau.

Hervorrragende Leistungen

Gekonnt die schnellen Tempi-Wechsel, das Leiden der dominierenden Geige, melancholische Passagen wurden von fröhlich-freudvollen abgelöst. Begeisterte Stimmen aus der Gästeschar, darunter einige Berufsmusiker, spiegelten in der Pause und am Ende des Events wieder, welch hervorragende Leistungen über zwei Stunden auf der Bühne geboten worden war.

Den Künstlern gelang es, Musik des 17. und 18. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen, ein außergewöhnlicher Geschichtsunterricht aus einer Zeit, die vom prallen Leben übersprudelte, abzulesen auch in Werken der darstellenden Künste und der Architektur

Auf dem abwechslungsreichen Programm standen die „Sonata Quarta“ aus „Sonate solo“ von G.A. Pandolfi Mealli (17. Jahrhundert). Es folgten die „Sonata V g-Moll“ von A. Corelli (1653-1713), die „Sonata g-Moll“ für Cembalo Solo von A.B. della Ciaja (1671-1755), bei der Cembalistin Sonja Kemnitzer ihr großes Können an dem außergewöhnlich großen Instrument unter Beweis stellte. Vor der Pause betrat A. Vivaldi (1678-1741) mit der „Sonata IV D-Dur“ die Bühne.

Wer glaubte, dass keine Steigerung mehr möglich war, sah sich in der zweiten Hälfte des Konzerts eines Besseren belehrt: Noch intensiver, noch impulsiver und mit voller Kraft spielten die Musiker die „Sonata XII in d/D“ von F.M. Veracini (1690-1768) und die Sonate B-Dur aus „Sonates avec les Adagios brodés“ von P. Nardini (1722-1793).

Mitveranstalter dieses Abends waren die Cappella Villa Duria, das Marien Hospital Birkesdorf und die Dürener Bürgerstiftung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert