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Besinnung und Party für Jinhua

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Düren/Jinhua. Weihnachten kann kommen. „Theoretisch stehen der Termin und die Öffnungszeiten schon fest”, sagt Gerhard Suhr. Er bereitet den Weihnachtsmarkt vor. Und zwar den in Jinhua, Dürens Partnerstadt in China.

Schon mehrfach hatten die Chinesen ganz offiziell in Düren angefragt, ob denn nicht die Möglichkeit bestehe, in China einen Weihnachtsmarkt auszurichten - und Suhr hat diese Idee aufgegriffen. Im Januar war der umtriebige Veranstalter vor Ort, hat mit den Verantwortlichen in Jinhua gesprochen und gleichzeitig logistische Fragen in Shanghai geklärt.

Schon im Dezember hatte Suhr sich bereit erklärt, „ein Stück Dürener Flair nach China” zu bringen. Wie sich dann vor Ort im Januar herausstellte, schwebte den Chinesen ein bisschen mehr als nur Flair vor. „Wir sollten einen Weihnachtsmarkt mit über 100 Buden aufbauen. Das geht natürlich nicht”, so Suhr. In Jinhua hatte man offenbar an eine Art Weihnachtsmarkt gedacht, der ganz Europa repräsentiert. „Ich kann nur ein Partnerschaftsprojekt organisieren”, sagt Suhr, der sich mit den Verantwortlichen vor Ort nun auf einen kleinen Weihnachtsmarkt, dafür aber mit einem bunten Rahmenprogramm, geeinigt hat.

Zehn bis 15 Buden vorrangig Dürener Schausteller sollen es werden, zudem eine Deutsche Silvester-Party und selbst Après-Ski-Feeling soll Suhr in Jinhua verbreiten - und das teilweise rund um die Uhr. Der Weihnachtsmarkt zum Beispiel, der am 17. Dezember öffnen soll, würde über Weihnachten selbst an vier Tagen rund um die Uhr geöffnet sein. Und da das chinesische Neujahrsfest erst Anfang Februar gefeiert wird, würden die Weihnachtsbuden bis zum 30. Januar stehen bleiben.
Auch die deutsche Silvester-Party in Jinhua würde eher groß angelegt: drei Tage und Nächte feiern am Stück, ohne Pause. Einen Haken gibt es allerdings noch: die Kosten.

Die Stadtverwaltung in Jinhua sucht derzeit die Sponsoren, die sowohl die Weihnachtsbuden als auch die Kosten für Strom und Wasser übernehmen. Auf rund 30.000 bis 40.000 Euro wird die Summe geschätzt. Flug, Unterbringung und Personal müssten die Dürener Schausteller selbst bezahlen.

Bleiben Kosten für den Transport, die möglichst ebenfalls über Sponsoring abgedeckt werden müssen. So hatte zum Beispiel im Vorfeld auch Lutz Felten, der „Brauweiler´s Max” betreibt, Interesse bekundet. Die originalgetreu nachgebaute Dürener Kneipe würde hervorragend ins Konzept passen. „Man bräuchte allerdings gleich drei Container, um die Kneipe nach China zu bringen”, schränkt Suhr ein.

Logistik-Probleme vor Ort gibt es allerdings nicht mehr, wie Suhr sich überzeugt hat: „In der Nähe von Shanghai gibt es einen deutschen Metzger, bei dem sie alles bekommen.” Nicht viel anders sieht es in der Metro-Filiale in Shanghai selbst aus: „Da kam ich mir vor wie in Deutschland. Die führen von Köstritzer bis Köpi fast alles”, so Suhr, der mit den Verantwortlichen in Jinhua für April einen weiteren Termin vereinbart hat. „Ich fliege dann noch mal rüber und wir wollen das Projekt festzurren. Bis dahin muss auch die Frage des Sponsorings geklärt sein.”
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