Beschwingte Melodien und gefühlvolle Interpretationen

Von: smb
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Freunde der handgemachten Musik: Udo Kinkel, Helga Gräfrath, Gaby Wolff, Wiltrud Maaßen, Manuela Küpker, Achim Schmolt, Michael Hefter, Markus Pütz, Thomas Steiert und Wolfgang Meinhold beim 18. „Kleinen Herbstkonzert“. Foto: smb

Langerwehe. Ein Stück haben die zehn Musiker des „Vereins zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen“ im vergangenen Jahr besonders intensiv geprobt: Zum ersten Mal haben sie für das traditionelle „Kleine Herbstkonzert“ eine Suite einstudiert, bei der jeder Musiker einen eigenen Satz – losgelöst von der Melodie des begleitenden Klaviers – spielte. Und die Premiere ist geglückt.

Wie das gesamte Konzert, mit dem die zehn geistig behinderten Musiker unter der Leitung von Sandra Kinkel einen unterhaltsamen Nachmittag im Töpfereimuseum boten.

Im Ensemble und als Solisten

Michael Hefter, Thomas Steiert, Manuela Küpker, Achim Schmolt, Wiltrud Maaßen, Markus Pütz, Gaby Wolff, Helga Gräfrath, Udo Kinkel und Wolfgang Meinhold spielten mit Flöten, Schlagwerk, Akkordeon, Gitarre, Klavier und Keyboard flotte Tänze, poppige Melodien, gefühlvolle Stücke und einen beschwingten Walzer. Das Publikum im voll besetzten Saal hörte bekannte Klänge und unbekanntere Werke.

Die zehn Musiker verkörperten auf der Bühne wahre Freude an der Musik. Das Ensemble zeigte ein sehr gutes Zusammenspiel, die Musiker beweisen aber auch bei Soli ihr Können. Lernen konnte das Publikum bei dem Konzert natürlich auch etwas: Nämlich wie unterschiedlich die Gesänge von Kohlmeise, Pirol, Kuckuck und dem balzenden Auerhahn – dargestellt mit Flöten von Udo Kinkel, Wiltrud Maaßen und Manuela Küpker – klingen.

Viele der zehn Musiker kennen sich aus der gemeinsamen Schulzeit an der Christophorus-Schule in Düren. Heute arbeiten die meisten in den Rurtalwerkstätten. Die Liebe zur Musik verbindet die Zehn schon seit vielen Jahren. Jeden Montag wird geprobt. Und auch beim 18. Herbstkonzert haben sich die manchmal auch anstrengenden Proben einmal mehr bezahlt gemacht.

Gitarrist Thomas Steiert hatte sich besonders auf das Konzert gefreut, hatte er doch zum 50. Geburtstag eine neue Gitarre aus Kirschbaumholz geschenkt bekommen, die er nun zum ersten Mal beim Stück „Caro mio ben“ vor großem Publikum und begleitet auf dem Akkordeon spielen durfte. Helga Gräfrath spielte mit dem Akkordeon ein flottes Tänzchen, Manuela Küpker und Wiltrud Maaßen überzeugten nicht nur mit ihrer Flötenmusik, sondern spielten auch Keyboard und Klavier. Und was wäre ein Konzert des „Vereins zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen“ ohne das traditionelle Abschlussstück, das natürlich vom Publikum als Zugabe gefordert wurde? Wenn die zehn Musiker den berühmten Gospel „Oh, when the Saints“ spielen, schwappt ihre Freude auf das Publikum über.

Nähere Infos über die Arbeit des Vereins gibt es bei Sandra Kinkel unter Telefon 0175/2480169.

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