Düren - Beim letzten Spiel nochmal mit dem Herzen dabei

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Beim letzten Spiel nochmal mit dem Herzen dabei

Von: kin
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Heute beim Spiel um Platz drei sind hoffentlich viele Fans in Düren beim Public Viewing mit dem Herzen dabei. Insgesamt war die Veranstaltung ein großer Erfolg. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Noch 352 Tage - dann ist in Düren (wahrscheinlich) wieder Public Viewing! Wenn am 26. Juni 2011 die Fußball-Frauen-Weltmeisterschaft in Berlin eröffnet wird, dann will Gerd Suhr auf dem Rathausvorplatz auch wieder Public Viewing anbieten. „Die entsprechenden Anträge habe ich bei der Stadt schon gestellt. Und ich denke auch, dass Interesse bei den Leuten ist da.”

Immer wieder hat Suhr während der WM in Südafrika auf dem Kaiserplatz die Fußballfans gefragt, und die allermeisten haben sich für ein Public Viewing während der Frauen-WM ausgesprochen. „Es sind immer sehr, sehr viele Frauen auf dem Platz gewesen. und die haben fast noch mehr mitgefiebert als die Männer.”

Grundsätzlich ist Gerd Suhr mit „seinem” Public Viewing 2010 mehr als zufrieden. „Das ist alles genauso eingetreten, wie ich mir das erhofft habe. Schade nur, dass Deutschland nicht im Finale ist.” Im Schnitt seien bei jedem Deutschlandspiel um die 3000 Menschen gekommen.

„Das war ein tolles Fußballfest, das wir auch bei der Europameisterschaft in zwei Jahren wiederholen wollen.” Dann will Suhr neben den Deutschlandspielen auch einen besonderen Schwerpunkt auf die Partien von Russland und der Türkei legen - immer vorausgesetzt, diese beiden Mannschaften qualifizieren sich für das Turnier. „Das wäre schön, weil viele Türken und Russen in Düren leben.”

Auch der Leiter des Dürener Servicebetriebes Richard Müllejans ist mit dem Public Viewing am Badeseer zufriden. „Es war bombig. Die Atmosphäre hat gestimmt, es war nicht so eng. Wir sind bei der Europameisterschaft auch wieder mit dabei. Ich denke auch, dass wir eine gute Ergänzung zum Rathausvorplatz waren.”

Das sieht Suhr etwas anders. „Es war schon auch Konkurrenz”, sagt er. „Zumindest bei einem Nachmittagsspiel haben wir gespürt, dass viele Leute am Badesee waren.” Auch aus Sicht von Polizei und Deutschem Roten Kreuz war das Public Viewing auf dem Rathausvorplatz eine „ als gelungene Sache.” Polizeipressesprecher Ralf Meurer: „Die Menschen haben wirklich besonnen gefeiert, nur im Nachgang der Spiele hat es manchmal Rangeleien gegeben. Aber da war dann auch immer Alkohol im Spiel.”

Grundsätzlich, so Meurer, könne man sagen, dass die Fußballfans in Düren sehr vernünftig gewesen seien. „Auch bei den Autokorsos.” Christoph Bartz, Einsatzleiter beim Deutschen Roten Kreuz und bei fast jedem Deutschlandspiel beim Public Viewing mit dabei, hat diese Veranstaltung als ebenfalls „sehr friedlich” erlebt. „Es hat kaum Ärger gegeben. Die Leute, die behandelt werden mussten, hatten in den allermeisten Fällen zu viel Alkohol getrunken oder Kreislaufprobleme.”

Bei den Deutschland-Spielen waren immer rund 20 ehrenamtliche Helfer vom DRK vor Ort. Christoph Bartz: „Und die Leinwand hing so, dass wir die Spiele mitverfolgen konnten. Nur als beim Spanien-Spiel die Absperrungen erhöht worden sind, ging das nicht mehr.” Am Samstag und Sonntag finden die letzten beiden Spiele statt.

Chukwuebuka Anya ist vor etwas mehr sieben Jahren mit seiner Familie aus Nigeria nach Düren gekommen. Und interessiert sich eigentlich überhaupt nicht für Fußball. „Eigentlich”, schmunzelt er. „Aber dieses Mal schon. Es war einfach toll für den afrikanischen Kontinent, dass hier einmal so ein wichtiges Ereignis wie die Fußballweltmeisterschaft veranstaltet wurde.”

Kaum einer, so der Bauhelfer, hätte es Südafrika und den Afrikanern zugetraut, die WM halbwegs geordnet über die Bühne zu bringen. „Und was war? Toll war es! Afrika hat sich super präsentiert. Alles hat funktioniert, es gab keine spürbaren Pannen. Das müssen uns die Brasilianer in vier Jahren erst einmal nachmachen. Afrika kann stolz sein.”
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