Bei Schneeschippen versagt das Herz

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:

Düren. Das Winterwetter mit glatten Straßen und Bürgersteigen hat den Krankenhäusern in der Region volle Operationssäle beschert.

Im Augustinus-Krankenhaus in Lendersdorf, wo in der Regel sechs bis sieben Patienten pro Woche mit Knochenbrüchen eingeliefert werden, mussten jetzt bis zu 17 Brüche die Woche behandelt werden. Vor allem Sprung- und Handgelenksfrakturen waren zu beklagen - nach Stürzen auf glattem Untergrund.

Im Marienhospital in Birkesdorf werden normalerweise zwei bis drei Knochenbrüche pro Woche behandelt, in den vergangenen sieben Tagen waren es zwölf mehr. Hinzu kommen etliche Prellungen nach Stürzen.

Niemand von Eiszapfen erdolcht

Mit einer Verletzung durch einen herabfallenden Eiszapfen habe bislang noch niemand um Hilfe nachgesucht, berichtete Kaya Erdem, Sprecher der beiden Krankenhäuser der Caritas Trägergesellschaft West (CTW), am Mittwoch. Allerdings seien Heiligabend zwei Patienten mit Herzinfarkt und einer mit Schlaganfall eingeliefert worden. In allen drei Fällen hatte die Überanstrengung beim Schneeschippen dazu geführt, dass die Menschen vor ihrer Haustüre zusammen gebrochen waren.

Kapazität reicht

Die Notfall-Ambulanzen der beiden Häuser hätten den Ansturm ganz gut bewältigt, versichert Erdem.

Auch im Krankenhaus Düren haben die Chirurgen derzeit alle Hände voll zu tun. Seit Heiligabend seien rund 80 Patienten allein mit wetterbedingten Verletzungen eingeliefert worden, teilte Dr. Gereon Blum am Mittwoch auf Anfrage mit. Vorsorglich habe das Krankenhaus seine Kapazitäten auch über die Feiertage nicht zurück gefahren, so dass der Arbeitsanfall zu bewältigen gewesen sei.
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