Düren - Bei jedem Peter- und Paul-Lauf dabei

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Bei jedem Peter- und Paul-Lauf dabei

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Beim Peter- und Paul-Lauf für die gute Sache unterwegs: Reinhard Metzmacher.

Düren. Reinhard Metzmacher war schon in Sorge. „Ich hatte befürchtet, dass ich die drei Stunden vielleicht nicht durchhalte”, sagt der 63-Jährige. Aber die Kondition stimmt. Das hat der Mann, dessen Passion schon seit 35 Jahren das Laufen ist, in der vergangenen Woche noch einmal bei einem Trainingslauf getestet.

Die drei Stunden, die der Peter-und Paul-Benefiz-Lauf zu Gunsten behinderter Kinder morgen dauert, wird Metzmacher wieder durchhalten. Wie bei den zehn Ausgaben zuvor. „Er ist einer meiner treuesten Läufer”, berichtet Peter Borsdorff, der Organisator des Laufs, der morgen um 17 Uhr auf der Jahnkampfbahn an der Dr.-Overhues-Allee startet.

Metzmacher und Walter Olef sind die beiden Läufer, die bisher immer dabei waren, wenn Peter Borsdorff gerufen hat. Bei allen zehn Benefizläufen sind die beiden Dürener über die volle Distanz von drei Stunden Kilometer für die gute Sache gegangen. Über 30 Kilometer legen sie dabei jedes Mal zurück. Und sammeln Geld für Borsdorffs Aktion Running for Kids. Jede Runde wird von Sponsoren unterstützt. So wird der Lauf finanziert. Jeder Kilometer bringt einen Euro. 2009 lief das Feld 8571 km.

„Ich zähle die Runden nicht. Das Wichtigste ist, dass ich dabei bin”, erklärt Metzmacher und wünscht sich, dass möglichst viele andere Menschen das genauso sehen. Die Aktion, die Peter Borsdorff vor 15 Jahren alleine ins Leben gerufen hat, soll heute eine Massenbewegung werden.

Außergewöhnlich ist sie schon längst. Bald knackt das Spendenkonto von „Running for Kids” die 400.000-Euro-Marke. Einen kleinen Teil davon haben Metzmacher und Olef mit dem Kilometergeld erlaufen. „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit”, berichtet Reinhard Metzmacher.

Peter Borsdorff kennt er schon lange. Früher als Konkurrent auf den Laufstrecken in der Region, heute als engagierten ­Unterstützer benachteiligter Kinder. „Ich finde seine Idee einfach spitzenmäßig. Meiner Meinung nach sollte Jeder, der kann, mitlaufen.”

Deswegen versucht der Mann, der bei der Sparkasse in Düren arbeitet, seine Kollegen regelmäßig zu motivieren. Denn so anstrengend, wie viele behaupten, sei das Rundendrehen gar nicht. „Ich habe mich bisher jedes Mal gewundert, wie schnell die Zeit vergangen ist”, berichtet der Dauerläufer. Metzmachers Motto: Gemäßigtes Tempo anschlagen, sodass noch genügend Puste übrig bleibt, um sich mit den zahlreichen Lauf-Freunden, die er trifft, zu unterhalten.

Bei Wettkämpfen ist das nicht möglich. Da geht es gegen die Zeit. „Die Geselligkeit ist ein Punkt, der den Lauf so besonders macht. Ich freue mich da immer sehr drauf.” Morgen laufen Metzmacher und seine Kollegen von der Betriebssportgemeinschaft der Sparkasse für Kinder. Auch hier gibt es eine persönliche Anbindung an Borsdorff. Dürens bekanntester Läufer trainiert die laufenden Damen des Kreditinstituts. „Er gehört bei uns einfach dazu”, zählt Metzmacher noch einen Grund auf, warum der Peter-und-Paul-Lauf für ihn eine persönliche Sache ist. Und dass er nach ein paar Verletzungsproblemen vielleicht noch nicht ganz so fit ist, stört Reinhard Metzmacher nicht. Denn das Ziel, dass er sich selbst steckt, wird er wieder erreichen: drei Stunden durchhalten.
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