Düren - Bei der CDU wird es spannend: Basis will entscheiden

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Bei der CDU wird es spannend: Basis will entscheiden

Von: mv
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Düren. Das wird spannend, denn die Meinungen klaffen weit auseinander. Bei der Frage, wer der Landes-CDU ein neues Profil geben soll und unter wessen Führung man die ohnehin fragile Regierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) stürzen könnte, haben die CDU-Mitglieder ein Wörtchen mitzureden.

Natürlich auch die aus dem Kreis Düren. Zu der Befragung haben sich alle schon jede Menge Gedanken gemacht.

Bei einer kleinen „DN”-Umfrage wurde klar: Eine knappe Mehrheit sähe Armin Laschet gern auf dem Posten des Landesvorsitzenden. Aber es waren bei weitem nicht alle, die sich für Laschet aussprachen. Für Dürens CDU-Ratsherrn Thomas Floßdorf ist Umweltminister Norbert Röttgen „einer der klügsten Köpfe, den die CDU hat”. Der könne „ein Motor für die CDU” sein, so Floßdorf.

Ganz anders Professor Dr. Reinhard Odoj, Fraktionschef im Rat von Hürtgenwald. Für ihn ist Röttgen „schon fast ein Windhund, der sein Fähnchen nach Belieben dreht”. Odojs Fachgebiet ist die Umweltpolitik, „und in der ist bei Röttgen gar keine Linie drin”.

Für Laschet wird sich auch Astrid Natus-Can entscheiden. Die Vorsitzende der CDU Langerwehe kennt beide Kandidaten aus gemeinsamen Zeiten bei der Jungen Union. „Entscheidendes Kriterium” ist für sie, dass der jetzigen Landesregierung tüchtig Paroli geboten wird, „und zwar täglich”. Und täglich vor Ort zu sein, das sei eben nur Armin Laschet möglich.

Dürens CDU-Vorsitzender Thomas Rachel (MdB) gehörte in den 90er Jahren mit beiden Kandidaten zur „Pizza-Konnektion”, wie er sagt. Rachel wird auch dabei sein, wenn am 30. August der Landesparteitag überhaupt erst über die Mitgliederbefragung entscheidet. Der Gewählte müsse „nach der Niederlage bei der Landtagswahl die CDU in NRW ganz neu aufstellen”, so Rachel, der nicht verrät, wem er seine Stimme geben wird. Ob das von Rachel geforderte „ganz neue programmatische Profil” von einem Mitglied der alten NRW-Regierung kommen kann, auch dazu will Rachel nichts sagen. Reiner von Laufenberg, Vorsitzender der CDU in Vettweiß, hüllt sich ebenfalls in Schweigen. „Die Mitglieder werden weise, wie CDU-Mitglieder sind, entscheiden”, sagt er. Mehr nicht.

Gregor Maxrath, CDU-Fraktionschef in Niederzier, befürchtet, dass Röttgen sich aufreibt: Zwischen Auslandsreisen, Berliner Sitzungswochen und der Leitung eines Landesverbandes mit 160.000 Mitgliedern. Die rot-grüne Landesregierung müsse täglich attackiert werden und niemand wissen, ob und wann es zu Neuwahlen kommt.

Hermann-Josef Geuenich, stellvertretender Fraktionschef im Dürener Rat, meint, bei dieser Frage könne er nicht objektiv sein. Er kennt Laschet persönlich gut und hält ihn für fähig. Röttgen werde gewiss nicht beides schaffen, Umweltminister und Landesvorsitzender, „wird er gewählt, dann wird er auf Bundesebene zurückstecken müssen”.
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