Begehrtes Sammlerobjekt: Nörvenichs Geschichtskalender

Von: Gudrun Klinkhammer
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Der Erntedankumzug 1935 im jetzigen Nörvenicher Ortsteil Foto: wurde mit Blick auf die Dorfstraße/Ecke Petrusstraße. gemacht.
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Klaus Paulus (rechts) und Hubert Schmitz präsentieren den Fotokalender 2015 des Heimat- und Geschichtsvereins aus der Gemeinde Nörvenich. Foto: gkli
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Kranzniederlegung im Jahre 1940 am alten Ehrenmal anlässlich der Dorfkirmes.

Nörvenich. Es gibt Dinge, da muss man zwei Mal hinschauen, um ihren Wert zu erkennen. Der Kalender, den der Heimat- und Geschichtsverein Nörvenich herausgibt, ist so ein „Ding“. Er besteht aus 13 Blättern und jedes einzelne Blatt ziert ein Bild.

Bei diesem Bild handelt es sich jedoch inzwischen nicht mehr um ein Druckwerk, sondern um ein vorsichtig mit einem kleinen Klebeplättchen auf das Papier fixierte Foto.

Die Mitglieder des Nörvenicher Heimat- und Geschichtsvereins berichten nicht ohne Stolz, dass es sich bei diesem Produkt inzwischen um ein begehrtes Sammlerobjekt handelt.

Die Geschichte des Kalenders ist eng verzahnt mit der Geschichte des Vereins. 1999 wurde der Zusammenschluss aus der Taufe gehoben, zu Beginn kümmerten sich 33 Mitglieder um die Belange. Der damalige Vorsitzende, Klaus Paulus, hatte die Idee, jährlich einen Kalender zu entwerfen und herauszugeben.

Dazu sagt er heute: „Um den Verein gut in der Öffentlichkeit zu präsentieren und ihn publik zu machen, sah ich ein solches Mittel wie den Kalender als sehr sinnvoll an.“ 2001 nahm die Idee Gestalt an. Das Format und die Aufteilung wurden entwickelt, und Bilder aus dem Vereinsarchiv sorgten für die Füllung der Seiten. Klaus Paulus: „Wir möchten durch die Bilder im Kalender den Bürgern einen Einblick in das Archiv des Vereins ermöglichen.“

In den ersten Jahren gab es die Fotos gab es als Drucke. Seit 2001 folgte jedes Jahr ein neues Werk. Blättert der Betrachter in diesen Produkten herum, dann startet er eine hoch interessante Zeitreise. So zeigt ein Bild, dass Nörvenich einst Knotenpunkt einer Straßenbahnlinie war.

Die Auflage des Kalenders lag 2002 bei 50 Stück. 2007 hatten die Verantwortlichen, die dem Arbeitskreis „Kalender“ angehören, eine neue Idee. Die einzelnen Bilder wurden nicht mehr gedruckt, sondern als Foto entwickelt und einzeln auf die Blätter geklebt. Maßgeblichen Anteil an der ganzen Arbeit hat Hubert Schmitz, der Vereins-Fotograf und Bilder-Archivar.

Im Oktober eines jeden Jahres legt der Arbeitskreis Kalender, der von Josef Koop geleitet wird, das Thema fest. Josef Koop war es auch, der das Vorwort schrieb. Für 2015 lautet die Überschrift „Eine Zeitreise durch die Gemeinde Nörvenich“.

Szenen aus den 14 Ortschaften, die zur Gemeinde Nörvenich zählen, laden zum Schmökern ein. Sind die Fotos entwickelt, sitzen die zwölf Arbeitskreis-Mitglieder – auch als „das lustige Klebe-Team“ bekannt – rund um einen großen Tisch in einem Raum des Vereins in der Grundschule in Nörvenich und kleben, was das Zeug hält. Alle Fotos werden per Hand und einzeln an Ort und Stelle niedergedrückt.

Die Hochwertigkeit – denn die Fotos können ja seit 2007 aus dem Kalender herausgelöst werden – trieb die Beliebtheit der Jahresübersicht ebenso in die Höhe wie die Mitgliederzahl.

Inzwischen liegt die Auflage des Kalenders bei 250 Stück, und die Mitgliederzahl des Heimat- und Geschichtsvereins Nörvenich stieg auf 158 Personen. Vorsitzender ist Arthur Bergrath, sein Stellvertreter Herbert Pelzer.

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