Beeindruckendes Konzert des Üdinger Frauenchors „Cantabile“

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Der Frauenchor Cantabile aus Üdingen gab unter der Leitung von Natalia Schmidt ein Konzert, dass den Empfindungen der Vorweihnachtszeit entsprach. Überragend war dabei der Gitarrist Lajos Tar. Foto: Hannes Schmitz

Winden. Noch lange klang es nach: Das „Concierto de Aranjues“ von Joaquin Rodrigo mit jener eindringlichen Melodie, die an einen Klagegesang erinnert. Der spanische Komponist schuf mit diesem Stück eines der bekanntesten Meisterwerke des 20. Jahrhunderts.

 Im Rahmen des Weihnachtskonzertes des Frauenchores „Cantabile Üdingen“ konnten die Besucher in der vollbesetzten Pfarrkirche ein eindringliches Konzert erleben.

Herausragend dabei und auf einem außergewöhnlich hohem Niveau waren die Soloeinlagen der Chorleiterin und Sopranistin Nathalie Schmidt sowie das erstklassige Gitarrenspiel von Lajos Tar. Ein Meister seines Fachs auf dem Instrument, der vor allem beim „Concierto de Aranjues“ im Zusammenspiel mit Nathalie Schmidt am E-Klavier es außerordentlich verstand, die klassische Form der Musik mit spanischer Lebensfreude zu verbinden. Vor allem der zweite Satz mit seinem weltbekannten Thema war überwältigend.

Lajos Tar ließ mit seinem kunstfertigen und gefühlvollen Spiel einen einzigartigen Zauber entstehen, der die Konzertbesucher in eigene Gefühlswelten entführte. Die Pianistin wiederum verstand es trefflich, mit ihrem Instrument die Hauptmelodie, eigentlich von einem „Englishhorn“ gespielt, zu intonieren.

Der Gitarrist glänzte aber auch bei Franciscos Tárregas „Recuerdos de la Alhambra“, einem wundervollem romantischen Charakterstück. Ergänzt wurden die Gitarrensoli durch B. Terzis „Pastorale“. Aber auch der Auftritt des Chors wurde zu einer überraschenden Begegnung. Die Zusammenarbeit mit der Chorleiterin trägt immer mehr Früchte. Die Stimmsicherheit hat zugenommen, und damit konnten nuancenreiche Klangfarben entwickelt werden.

Der Chor wird immer mehr zu einer Einheit und gewinnt an Ausdruckskraft. Wenn die Dirigentin zur Solistin wurde, bestach ihre Stimme durch Beweglichkeit, Fülle und Klarheit.

Vor allem ihre Interpretationen von „Only Time“ oder „Ich habe einen Traum“ fesselten, gaben dem Konzertabend eine besinnliche Struktur, die noch angereichert wurde durch Textbeiträge zur Vorweihnachtszeit.

Starke musikalische Augenblicke

Eine weitere Überraschung war, als Ursula Keuter und Christiane Wings zu ihren Blockflöten griffen und mit Nathalie Schmidts Klavierbegleitung Stücke aus Händels Feuerwerks- und Wassermusik spielten und mit dem Craddle Song aus Bachs Weihnachtsoratorium sowie der Ouvertüre in G-Dur von F.J. Gossec für starke musikalische Augenblicke sorgte.

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