Heimbach - Baum fällt! Auch im Nationalpark

Baum fällt! Auch im Nationalpark

Von: Bert van Londen
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Eine Seilwinde mit sechs Tonne
Eine Seilwinde mit sechs Tonnen Zugkraft bringen den Baum von der Vertikalen innerhalb von 15 Sekunden in die Horizontale. Foto: Bert van Londen

Heimbach. Wenn die Verkehrssicherheit gefährdet ist, dann müssen auch im Nationalpark Eifel Bäume dann und wann weichen. Dort, wo sonst die stattlichen Bäume in aller Ruhe ihr natürliches Alter erreichen können und sollen, wird es dann notwendig, dass Volker Möller, Leiter der Verkehrssicherung im Nationalpark Eifel, seine Ranger sowie Helmut Nießen, Förster im Nationalpark (Bezirk Mariawald) einschreiten müssen.

An der B 265, Nähe Wolfgarten, drohten abgestorbene Fichten in Straßennähe auf die Fahrbahn zu fallen. Deshalb rückte Volker Möller mit seinem Team und Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßenbau NRW mit schwerem Gerät an, um diese akute Gefährdung der Verkehrsteilnehmer abzuwenden. Nachdem die Bundesstraße gesperrt wurde, legte das Verkehrssicherungsteam in etwa vier Metern Höhe ein Stahlseil um die Fichte, das über eine Seilwinde am Forstschlepper befestigt wurde.

Die sechs Tonnen Zugkraft der Seilwinde brachten den Baum von der Vertikalen langsam in Schräglage und nach etwa 15 Sekunden in die Horizontale. Mit dieser nicht ungefährlichen Aktion war dann der chirurgische Eingriff im Nationalpark auch schon vorbei. „Wichtig ist, dass die Straße sicher ist. Aber um die natürlichen Kreisläufe so wenig wie möglich zu stören, bleiben gefällte Bäume an Ort und Stelle liegen.

Dort bieten sie Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten”, so Diplom-Forstingenieur Möller.

Im noch jungen Nationalpark Eifel gilt das Motto „Natur Natur sein lassen”. Allerdings kommt man bei Bäumen, die man ansonsten sich selbst überlässt, nicht umhin, entlang der Straßen und anderen kritischen Stellen Maßnahmen zur Verkehrssicherung durchzuführen.

Volker Möller machte eindringlich darauf aufmerksam, im Nationalpark grundsätzlich langsam zu fahren. Nicht nur wegen der Gefahr herunterfallender Äste oder umgefallener Bäume, sondern auch wegen des Wildwechsels und in Rücksicht auf ruhesuchender Nationalparkbesucher.
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