Baudezernent Paul Zündorf stellt seinen Masterplan vor

Von: Ingo Latotzki
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Nur einige Projekte, die der neue Baudezernent im Auge hat: Die Verkehrssituation, besonders die auf der Schoellerstraße, wo die Behelfsbrücke gebaut wird, weil die große Brücke abgerissen wird. Zudem schaut der Dürener auf Norddüren und seine teils neuen Fassaden und auf den Hoeschplatz, der auch noch bebaut werden könnte. Sogenannte Schrott-Immobilien – wie an der Karlstraße – hat er ebenso auf der Agenda. Foto: Ingo Latotzki
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Nur einige Projekte, die der neue Baudezernent im Auge hat: Die Verkehrssituation, besonders die auf der Schoellerstraße, wo die Behelfsbrücke gebaut wird, weil die große Brücke abgerissen wird. Zudem schaut der Dürener auf Norddüren und seine teils neuen Fassaden und auf den Hoeschplatz, der auch noch bebaut werden könnte. Sogenannte Schrott-Immobilien – wie an der Karlstraße – hat er ebenso auf der Agenda. Foto: Ingo Latotzki
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Nur einige Projekte, die der neue Baudezernent im Auge hat: Die Verkehrssituation, besonders die auf der Schoellerstraße, wo die Behelfsbrücke gebaut wird, weil die große Brücke abgerissen wird. Zudem schaut der Dürener auf Norddüren und seine teils neuen Fassaden und auf den Hoeschplatz, der auch noch bebaut werden könnte. Sogenannte Schrott-Immobilien – wie an der Karlstraße – hat er ebenso auf der Agenda. Foto: Ingo Latotzki
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Nur einige Projekte, die der neue Baudezernent im Auge hat: Die Verkehrssituation, besonders die auf der Schoellerstraße, wo die Behelfsbrücke gebaut wird, weil die große Brücke abgerissen wird. Zudem schaut der Dürener auf Norddüren und seine teils neuen Fassaden und auf den Hoeschplatz, der auch noch bebaut werden könnte. Sogenannte Schrott-Immobilien – wie an der Karlstraße – hat er ebenso auf der Agenda. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Paul Zündorf ist gerade mal zwei Wochen an seinem neuen Schreibtisch, da spricht Bürgermeister Paul Larue schon „von Routine-Rücksprachen zwischen uns beiden“. Der neue Baudezernent darf das durchaus als Kompliment verstehen. Zwar hat er in den vergangenen Jahren in gleicher Funktion in Euskirchen gearbeitet. Weil er aber in Düren lebte und lebt, war er gewissermaßen nie ganz weg.

Paul Zündorf kennt sich aus in der Stadt – und das erleichtert ihm nun durchaus den Einstieg in seinen neuen Job.

Am Donnerstag lädt er mit dem Bürgermeister zum Pressegespräch, um ein paar Pflöcke einzurammen. Was ist ihm wichtig? Wie stellt er sich die künftige Stadtentwicklung vor? Wie will er die Dinge angehen? Dass Paul Zündorf noch nichts Konkretes sagen kann, liegt auf der Hand. Das heißt aber nicht, dass er nicht wüsste, wo Düren der Schuh drückt. Er nennt die Stadthalle ein „Projekt, das brennt“.

Soll heißen: Die Entwicklung des Jahre brach liegenden Areals hat obere Priorität. Er setze nach wie vor auf ein Hotel, sagt Zündorf, und somit weiter auf einen potenziellen Investor aus Hamburg, der an der Bismarckstraße zudem ein Geschäftshaus mit einem größeren Sportmarkt errichten will. Bekanntlich sind die Dinge zuletzt ins Stocken geraten, Zündorf ist aber „guten Mutes“, bald zu einer Lösung zu kommen.

Was er auf keinen Fall möchte, machte er am Donnerstag auch deutlich: Schnellschüsse. Alle Entscheidungen der Verwaltung müssten „faktenbasiert sein“, erst danach dürften Entscheidungen getroffen werden. Wenn alle Informationen zu einem Projekt auf dem Tisch lägen, könnte und müsste der Bürger informiert und einbezogen werden, damit dann die Politik entscheiden könne.

Das werde sein Weg in Düren sein.

Das gilt etwa beim derzeit heiß diskutierten Güterterminal zwischen Arnoldsweiler und Merzenich („Wir müssen vor allem prüfen, welche Arbeitsplätze entstehen“), das gilt bei der weiteren Entwicklung Norddürens („Der Blick muss auch in Richtung neuer Wohnraum gehen“), das gilt für den geplanten Beitritt der Stadt Düren zur Indeland Gesellschaft („Ich gehe von einer Mitgliedschaft in diesem Jahr aus“) und das gilt auch für einen Masterplan, den Düren bekommen soll. Also ein Konzept, aus dem hervorgeht, wie sich die Stadt entwickeln will, welche Visionen sie verfolgt, welche Projekt Priorität haben. Ob dieser Plan von Fachleuten aus dem Rathaus erstellt wird oder von externen Büros, ist noch offen. Paul Zündorf sieht Vor- und Nachteile für beide Optionen.

Bei allem Handeln wolle er sich von zwei „ganz wichtigen globalen Themen“ leiten lassen: dem demografischen Wandel und dem Klimawandel. Bezahlbaren Wohnraum schaffen für Alt und Jung, möglichst auch in einem Quartier, oder für vernünftige Verkehrsbedingungen sorgen. Nur zwei Themen. Baudezernent Zündorf ist in seinem Element. Er ist in seinem neuen Job längst angekommen, er weiß, wo Marktplatz und Rathaus sind, er hat seine Vorstellungen. Deshalb hat ihn der Stadtrat im Herbst auch in seltener Einmütigkeit einstimmig gewählt.

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