Bald zünftig speisen mit Blick auf die Burg?

Von: Ottmar Hansen
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Düren. Schloss Burgau ist Dürens „gute Stube”. Das Objekt mittelalterlicher Baukunst wurde zu einem großen Teil bereits aufwändig saniert. Doch abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht. Das Geld fehlt.

Der unlängst gegründete „Verein der Freunde und Förderer von Schloß Burgau” will in diesem Jahr mit großem Einsatz auf Sponsorensuche gehen. Der Startschuss ist gefallen.

Die erste schriftliche Erwähnung der Burg im Stadtteil Niederau stammt aus dem Jahre 1313. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg in einen feudalen Landsitz umgewandelt, vor allem der Erker an der Hauptburg aus dem Jahre 1551 ist sehenswert.

1917 erwarb die Stadt Düren das Anwesen, Schloß Burgau wurde seinerzeit zu einem Gastronomiebetrieb mit Hotel umgewandelt und verpachtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg dann stark zerstört. Das Gebäude verfiel in den Folgejahren zusehends. Bis die St.Cyriakus-Schützenbruderschaft 1974 die Aktion „Rettet Burgau” ins Leben rief und fleißig Spenden sammelte.

1981 stellte die Stadt zudem rund vier Millionen Euro zur Sanierung zur Verfügung. Seither wurden viele Teile von Schloß Burgau wieder hergestellt. Nicht zuletzt der Winkelsaal und die Hauptburg. Weitere Millionen flossen in die Wiederherstellung des schönen Gebäudes.

Seit dem Wiederaufbau ist die Burg nicht nur Touristenattraktion, mit Weiher und angrenzendem Waldstück. Viele Vereine nutzen sie als Veranstaltungsort. Was fehlt, ist eine angemessene Gastronomie. Das kleine Café gleich am Eingang der Burg eignet sich nicht als Publikumsmagnet.

Geplant ist der Bau eines Restaurants an der Stelle, an der früher einmal das Kelterhaus stand. Gleich unterhalb des Erkerzimmers. „Wir haben zwei verschiedene Alternativen untersucht”, erläutert Helmut Harperscheidt vom Förderverein für Schloß Burgau. „Ein Entwurf sieht den massiven Bau über zwei Etagen aus Steinen vor, der andere einen Komplex aus Glas.” Beide Vorschläge müssen noch mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden.

Das Restaurant werde gutbürgerliche Küche anbieten, vielleicht auch einen Biergarten, Bootsfahrten oder Räume für Kongresse. Ein Hotel sei nicht vorgesehen. Knapp 1,4 Millionen Euro müsse man für das Vorhaben schon einrechnen, schätzt Harperscheidt. Und einen Zeitraum zwischen drei und fünf Jahren.

Harperscheidt: „Wenn sich das realisieren ließe, das wäre wirklich eine tolle Sache!” Bislang verfügt die Stadt über eine Spende von 100.000 Euro für diesen Zweck. Für den Rest werden die Vereinsmitglieder nun auf Sammeltour gehen.
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