Bald keine weiten Wege für Patienten aus Düren

Von: Guido Jansen
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Platz nehmen im mobilen PET-CT-Gerät: Bernd Koch, Dr. Martin Kim-Steinhoff (CTW) sowie Ulrich Sous und Oliver Gerhardt von der Gemeinschaftspraxis. Foto: Guido Jansen

Düren. Bisher hat es im Dürener Raum eine Lücke im Kampf gegen Krebs gegeben. Medizinstandorte wie Köln oder Aachen arbeiten bereits mit dem Diagnoseverfahren namens PET-CT. Das ist eine Kombination aus einem so genannten Positronen-Emissions-Tomograph (PET) und einem Computer-Tomographen (CT).

Verfahren wie CT oder die Magnetresonanztomographie (MRT) können mit mehreren Bildern erst nach einiger Zeit feststellen, ob sich ein Zellkörper vergrößert hat und damit beispielsweise als Krebs-Tumor einzuschätzen ist. Das PET-CT ist so präzise, dass es den Vergleich nicht braucht.

Gezielter Therapieren

Ein Tumor-Befall ist schon bei einer Größe von einem Millimeter sichtbar. „So können die Patienten viel schneller und gezielter therapiert werden”, sagte Oliver Gerhardt. Facharzt für Nuklearmedizin ist Gerhardt in Düren. Mit mehreren Kollegen betreibt er in der Kreuzstraße in Düren eine radiologische und nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis. „Bisher mussten die Patienten immer bis nach Köln oder Aachen fahren. Jetzt ist diese Untersuchung hier möglich”, erklärte Gerhardts Kollege Ulrich Sous. Ein Mal pro Monat mietet die Gemeinschaftspraxis den PET-CT. Der ist mobil in einem Lkw-Anhänger verpackt.

Plan der Praxis und der Caritas Trägergesellschaft West (CTW) ist es, die Praxis in der Kreuzstraße zur Anlaufstelle für PET-CT-Diagnosen im Dürener Raum zu machen. Die CTW betreibt in Düren die Krankenhäuser in Birkesdorf und Lendersdorf.

Für die 400 bis 600 Patienten der onkologischen Praxis in Birkesdorf sei es laut Dr. Martin Kim-Steinhoff, dem Direktor der radiologischen Kliniken in Düren, eine Erleichterung, nicht mehr nach Köln oder Aachen fahren zu müssen. Die Untersuchung in dem PET-CT dauert etwa etwa eine Stunde. Sie kostet die Krankenkasse zwischen 1500 und 2500 Euro. „Dafür kann man schneller erkennen, ob eine Chemotherapie anschlägt” so Kim-Steinhoff. Und die Kosten für eine Chemotherapie können bis zu zehn Mal höher sein.
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