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Bald beginnt ein Kraftakt in luftiger Höhe

Von: Gudrun Klinkhammer
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Küster Wolfgang Marx erklärt im Glockenturm, in dem sich insgesamt fünf Glocken befinden, wie die Reparatur der Clemensglocke in Angriff genommen wird. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. Eine spannende Zeit steht der katholischen Doppelkirche St. Clemens und St. Salvator in Heimbach bevor. Wie Küster Wolfgang Marx bekanntgab, wird in wenigen Wochen mit der Reparatur der Clemensglocke begonnen.

Seit Ende 2012 muss diese Glocke hoch oben im Turm der Pfarr- und Wallfahrtskirche schweigen. Dem Küster war damals der dumpfe Klang aufgefallen, den das mächtige Instrument plötzlich von sich gab. Fachleute der Eifeler Glockengießerei aus Brockscheid eilten zur Stelle und diagnostizierten einen innenliegenden Riss an der historischen Glocke.

Fortan durfte der 900 Kilogramm schwere Kelch nicht mehr geläutet werden. Die Vibrationen hätten weiteren Schaden verursachen können. Die insgesamt fünf Glocken im Turm werden von einem automatischen Schlagwerk gesteuert. Diese Automatik birgt das Problem: Entweder alle oder keine. Die Verantwortlichen kamen daher auf die Idee, den Schlaghammer des defekten Instruments am freitragenden Glockenstuhl zu fixieren und mittels zusätzlicher Dämpfungsmittel das defekte Stück vor Erschütterungen zu schützen.

In den kommenden Wochen soll der Kirchturm zunächst einseitig eingerüstet werden. „Dann wird die Wand neben der Clemensglocke geöffnet und der 900-Kilo-Koloss mit einem Kran von seinem angestammten Platz entfernt“, erklärt Marx. Als Projektleiterin übernimmt die Chefin der Gießerei, Cornelia Mark-Maas, das Ruder. In der Gießerei wird die Reparatur des innenliegenden Risses vorgenommen. Über die Finanzierung der Aktion, bei der Spenden eine tragende Rolle spielen, deckt Wolfgang Marx noch den Mantel des Schweigens. „Das veröffentlichen wir, wenn das Projekt abgeschlossen ist.“

Architekt Bernd Uppenkamp führt aus: „Nach der einseitigen Einrüstung werden Stützen und Stahlträger zum Einsatz kommen und der Turm wird geöffnet.“ Die Öffnung soll vor allem die Schall-Luken betreffen. Doch auch etwas Mauerwerk wird entnommen und eingelagert. Der Abtransport der beschädigten Glocke soll über das Gerüst und einen Seilzug abgewickelt werden. Die Reparatur in Brockscheid wird einige Wochen in Anspruch nehmen, schätzt der Heimbacher Architekt. Nach der Aktion wird alles wieder rückgebaut. Bernd Uppenkamp: „Die Aktion soll spurlos an der Kirche vorübergehen.“

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