Düren - Badminton-Bundesliga: Platz sechs als Ziel

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Badminton-Bundesliga: Platz sechs als Ziel

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Sandra Marinello und Jürgen Koch gehen wieder für den BC Düren an den Start.

Düren. „Bunt, charmant, dynamisch – BCD!“ Der BC Düren hat einen Slogan für sich gefunden, der treffend Außen- und Innendarstellung beschreibt. Dynamik war beim Badminton–Bundesligisten gefordert vor dem Bundesligastart am 1. September. Der BCD tritt am ersten Spieltag auswärts in Mülheim an der Ruhr an.

Quasi auf den letzten Drücker wurde das Team komplettiert, die Anträge auf Spielberechtigungen beim Landesverband NRW eingereicht. Mit Eifer und Leidenschaft hatte zuvor Vereinsspitze und Spieler nach den notwendigen Ergänzungen vor allem im Damenbereich gesucht. Ohne Erfolg im nationalen und europäischen Bereich. So hatte Jürgen Koch, Doppel- und Mixed-Spezialist beim Tabellensiebten in der abgeschlossenen Bundesliga-Saison, den Auftrag, bei seinen Turnierteilnahmen den einen oder anderen Blick zu riskieren – mit Erfolg. Bei den Canadian Open lernte er Joycelyn Ko kennen und bei den US-Open Beiwen Zhang, die in Las Vegas lebt und in Singapur geboren wurde.

Spielerisch hat die erst 23-jährige einen starken Eindruck beim Österreicher hinterlassen. Auf Platz 21 der Weltrangliste war die Amerikanerin erst jüngst notiert. Auch die 27-jährige Kanadierin gilt als Meisterin ihres Fachs und überzeugte durch sehr gute Turnierergebnisse. „Wir haben uns bestens verstärkt“, ist sich BC-Vorsitzender Rolf Pütz sicher, der relativ entspannt der neuen Saison entgegen sieht.

Mit dem Abstieg dürfte seiner Meinung nach die Mannschaft nichts zu tun haben, wenn nichts Ungewöhnliches passiert. Zufriedenheit beim Club aber auch, weil alle Sponsoren ihre Zusagen eingehalten haben und so der Bundesligist auf finanziell gesunden Beinen steht. „Die Saison ist so konzipiert, dass wir stets mit den besten Spielern antreten können“. Rochaden wie in der letzten Saison gehören der Vergangenheit an. Sportlich ist der Blick nach vorne gerichtet. Der sechste Platz sei durchaus drin, glaubt Rolf Pütz an sein „buntes“ Team, ein Gemisch verschiedener Nationalitäten aus Übersee, den Niederlande und England und aus Düsseldorf.

Die ehemalige Nationalspielerin Sandra Marinello führt die „charmant(e)“ Riege der Top-Spielerinnen im rot-weißen Dress an, zu der noch Soraya de Visch Eijbergen, die neue Dürener Nr. 1, und Ilse Vaessen gehören, die zur Zeit schwer verletzt ist und in diesem Jahr kaum noch zum Einsatz kommen wird. Rajiv Ouseph (ENG), Carl Baxter (ENG), Koen Ridder (NED), Jürgen Koch (AUT) und Harry Wright (ENG), der es nach einem Jahr Pause noch mal wissen möchte, bilden die Männer-Fraktion.

Rajiv Ouseph verlor in der letzten Saison nur ein Spiel, als es um nichts mehr ging, und wird seinem Team nur selten nicht zur Verfügung stehen, wenn der englische Verband ruft oder Turniere für den Badminton-Profi auf dem Terminkalender stehen. Auch Carl Baxter war eine Bank, steht allerdings an den Dienstagabend-Spielen nicht zur Verfügung. Koen Ridder, Harry Wright oder Jürgen Koch, der in der Vorbereitungszeit besonderen Wert auf das Einzelspiel gelegt hat, können die Lücke schließen.

Sehr viele Optionen

Koen Ridder könnte der Mann fürs Doppel sein mit Jürgen Koch oder sogar mit Rajiv Ouseph, der wiederum jüngsten ungeahnte Mixed-Qualitäten aufblitzen ließ. „Wir haben sehr viele Optionen und sind für unsere Gegenüber schwer auszurechnen“, glauben Vater und Sohn. Auch bei den Damen sind die Einsatzmöglichkeiten vielfältig. Soraya de Visch Eijbergen wird ihren Weg gehen und viele Punkte holen, sind alle Verantwortlichen überzeugt, die auch auf die Sportlerin des Jahres im Kreis Düren, Sandra Marinello, setzen. Beide sind auch zunächst für das Doppel gesetzt.

Ganz zufrieden ist Rolf Pütz nicht. Er vermisst die Ausrichtung des Verbandes auf den Liga-Betrieb. „Da fehlt mir die strikte Gewichtung“, so Rolf Pütz. Da stehen innerhalb von zehn Tagen drei Spieltage an und dann gibt es eine Pause von sechs bis acht Wochen für Nationalmannschaft, Turniere oder Verbandsaufgaben. „Wünschenswert ist für die Vereine, Spieler oder die Zuschauer mehr Liga-Betrieb, um mehr Kontinuität in die Saisonabläufe zu bekommen,“ glaubt Pütz.

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