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Badbetrieb in der Finanzklemme

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Nicole und Hartmut Assmann säubern das Becken für die Badesaison, die am 18. Mai beginnen soll. Foto: bel

Nideggen-Abenden. Hartmut Assmann und seine Frau Nicole hatten sich das vor etwa Jahren anders vorgestellt. Dass sie als Betreiber des idyllischen Freibads in Abenden keine Reichtümer ergattern konnten, war ihnen von Anfang an klar. Aber zumindest sollte zur Deckung der laufenden Kosten für ihre Arbeit unter dem Strich etwas übrig bleiben - doch es kam alles anders.

Die Stadt Nideggen suchte vor Jahren nach einem Pächter. Die Assmanns erklärten sich zur Übernahme bereit und unterschrieben den Vertrag. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt klappte gut“, erinnert sich Hartmut Assmann. Die Stadt stellte Zuschüsse bereit, so dass sich das Projekt nahezu trug.

Zuschüsse entfallen

In diesem Jahr fallen die Zuschüsse der Stadt weg. Die Pacht muss gezahlt werden, die Betriebskosten, rechnete Nicole Assmann vor, betragen jährlich für die etwa viermonatige Saison zwischen 15.000 und 17.000 Euro. Was nun? Alles kostet Geld. Das Wasser muss gechlort werden, denn ohne Chlor gibt es kein Badewasser. Ohne Wasser im Becken keine Badegäste, ohne Badegäste keine Einnahmen.

Noch schlimmer wären andere Folgen, meint Hartmut Assmann. Wo sollen die Familien, die Kinder und Jugendlichen sich vor Ort für kleines Geld vergnügen, wenn das Bad geschlossen ist? Gute Kinder- und Jugendarbeit sehe anders aus. Im Becken und auf dem Platz werden immer wieder Aktionen für Kinder angeboten.

Private Sommerfeste, Betriebsfeiern, Geburtstagsfeiern der anderen Art sind im Abendener Freibad an der Rur möglich, zumal ein Grillplatz, ein Kinderspielplatz und ein Beachvolleyball-Platz in unmittelbarer Nähe sind. Für Rollstuhlfahrer hat Hartmut Assmann eine Rampe installiert. Was noch fehlt, ist ein „Wasserrollstuhl“. Vielleicht findet sich irgendein Sponsor, der da etwas bewegen kann?

Bitte um Unterstützung

Was könnte helfen? Es existiert der „Förderverein Freibad Abenden“. Hier kann man sich einbringen, kann einen Beitrag zahlen, kann das Freibad mit Geld- und/oder Sachspenden unterstützen. Interessenten können sich unter www.freibadabenden.de informieren. „Da kann jeder für sich ein tolles Angebot finden“, verspricht Nicole Assmann.

Am 18. Mai soll das Freibad geöffnet werden. Erwachsene und Jugendliche zahlen vier Euro Eintritt, Kinder 1,50 Euro.

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