Düren - B56n: Baubeginn noch vor Weihnachten

B56n: Baubeginn noch vor Weihnachten

Von: inla
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Nachdem eine Dürener Erbengemeinschaft ihre Klage gegen die B 56 n zurückgezogen hat, besteht Baurecht für die seit 40 Jahren in Düren geforderte Umgehung. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Baubeginn für die Ostumgehung um Düren soll noch vor Weihnachten sein. Das teilte der Dürener CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel nach einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, mit.

Nachdem eine Dürener Erbengemeinschaft ihre Klage gegen die B 56 n vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster zurückgezogen hat, besteht Baurecht für die seit 40 Jahren in Düren geforderte rund 6,5 Kilometer lange Umgehung. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte im Dezember 2012 eine Anschubfinanzierung von vier Millionen Euro bewilligt. Insgesamt kostet die B 56 n rund 33 Millionen Euro. Bereits am Mittwoch hat die Stadt den ersten Auftrag für eine Brücke über die Sievernicher Straße vergeben, wie Baudezernent Paul Zündorf im Rat sagte.

Die neue Umgehung wird nahe der jetzigen Schoellerstraßenbrücke wieder auf die alte B 56 führen. Wenn man so will, in Sichtweite von Eberhard Hess, der seit Jahrzehnten für die B 56 n gekämpft hat. In den 1980-er Jahren hat er eine Bürgerinitiative gegründet und mehr als 8000 Unterschriften gesammelt. Natürlich war er hoch zufrieden, als am Mittwoch die Nachricht kam, dass nun Bausrecht besteht.

Bei aller Freude ist Unternehmer Hess aber auch skeptisch. Wenn die Schoellerstraßenbrücke im April abgerissen wird und der Verkehr über die schon bestehende Behelfsbrücke und sonst über Umleitungen geführt wird, sieht Hess Schaden auf die Ausweichstraßen zukommen. „Die meisten sind doch gar nicht für diese erheblichen Schwerlastverkehr geeignet“, sagt Hess. Deshalb schlägt der Verkehrsexperte vor, die Schoellerstraßenbrücke erst dann abzureißen und neu zu bauen, wenn die neue B 56 fertig ist.

Dass die in ihrer Bausubstanz angeschlagene Brücke den Belastungen so lange nicht gewachsen ist, glaubt Hess nicht. Schon jetzt fahre wegen der gleich danaben liegenden Behelfsbrücke nur noch die Hälfte des früheren Verkehrs über die Schoellerstraßenbrücke. „Wenn sie das nicht aushalten würde, wäre es schon jetzt zu gefährlich, sie zu nutzen.“

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