Düren - B56n: Auch das Land zieht mit

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B56n: Auch das Land zieht mit

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:
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Der Neubau der Brücke über die Bundesbahnstrecke könnte sich positiv auf eine schnelle Entscheidung in Sachen Ostumgehung (B56n) auswirken. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Am Tag danach zeigte sich Bürgermeister Paul Larue am Donnerstag sehr zufrieden mit den Ergebnissen des „Spitzengespräches“ im Bundesverkehrsministerium in Berlin: „Jetzt kommt offenbar endlich Bewegung in Sachen Ostumgehung für Düren.“ Allzu viel Optimismus sei zwar nicht angebracht, „doch wir sind ohne Zweifel einen großen Schritt vorangekommen.“

Paul Larue war am Mittwoch zusammen mit den Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel (CDU), Dietmar Nietan (SPD) und Oliver Krischer (Grüne) beim parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann zu Besuch. Der Gastgeber zeigte sich aufgeschlossen für die Forderung der Dürener nach einer schnellen Realisierung der B56n. Das Projekt soll in das Infrastrukturbeschleunigungsprogramm 2 aufgenommen werden. Möglich ist das geworden, weil der Bund die Mittel für den Straßenbau um 470 Millionen Euro aufgestockt hat. Das letzte Wort hat in dieser Frage der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages. Ihm obliegt es, eine Prioritätenliste festzulegen. Der entsprechende Beschluss fällt noch kurz vor Weihnachten oder aber im Januar.

Die Dürener Politiker wissen in Sachen B56n auch die nordrhein-westfälische Landesregierung auf ihrer Seite. Dietmar Nietan und Oliver Krischer hatten in den letzten Tagen intensive Kontakte mit den zuständigen Dienststellen in Düsseldorf. So hat Nietan das Projekt eingehend mit Landesverkehrsminister Michael Groschek erörtert. Nietan: „Der Minister hat versichert, dass er unsere Bemühungen um die Ostumgehung unterstützen wird.“ Der zuständige Abteilungsleiter im Ministerium habe versichert, das Dürener Projekt werde ganz oben auf die Prioritätenliste des Landes gesetzt.

Dass 2014 die Brücke über die Eisenbahnlinie abgerissen wird, kann sich nach Auffassung der Teilnehmer des Gespräches in Berlin positiv auf das Vorhaben B56n auswirken. Wenn nämlich nicht während dieses „Zeitfensters“ mit dem Bau der Umgehungsstraße begonnen wird, würde sich erst vier oder fünf Jahre später eine neue Möglichkeit zum Baubeginn ergeben. Das bestätigt auch Bernd Aulmann vom Landesbetrieb Straßenbau NRW in Euskirchen: „Auch relativ kurze Streckenunterbrechungen bei der Bahn sind eine knifflige Angelegenheit. Das nimmt viel Zeit in Anspruch.“

Was die Klage eines Anliegers gegen den Bau der B56n anbelangt, so hegen die Verantwortlichen die Hoffnung, dass das Oberverwaltungsgericht Münster angesichts der neuen Lage schnell in der Sache entscheidet. Weil bisher die Finanzierung des Vorhabens nicht gesichert war, hatte das OVG keine Eilbedürftigkeit gesehen. Auch könnte eine Rolle spielen, dass die B56n im Entwurf des Luftreinhalteplans für die Stadt Düren als unbedingt erforderlich angesehen wird.

Die Ostumgehung ist mit insgesamt 40,57 Millionen Euro veranschlagt, die Bauzeit dürfte etwa zwei Jahre betragen.

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