B 56: Das befürchtete Chaos ist bisher ausgeblieben

Von: Burkhard Giesen
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Auch wenn es im Begegnungsverkehr auf der Behelfsbrücke eng werden kann: Unfälle sind bisher auf der Schoellerstraße ausgeblieben. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Die Bezeichnung „reibungslos“ würde Anke Leimert, stellvertretende Leiterin des Dürener Tiefbauamtes, nicht in den Mund nehmen. Dabei kann man fast den Eindruck haben, dass die vierspurige Schoellerbrücke gar nicht gesperrt ist, der Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße 56 sich nicht über die zwei Fahrspuren der Behelfsbrücke quälen muss.

Verkehrsstaus halten sich in Grenzen, das befürchtete Chaos ist ausgeblieben. „In den Spitzenzeiten, so zwischen 7.30 und 8 Uhr, kann man schon mal ein bis zwei Rot-Phasen an der Ampel stehen. Aber das löst sich kurz nach 8 Uhr auch wieder auf“, sagt Anke Leimert mit Blick auf die Situation vor der Schoellerbrücke. „Eine ähnliche Situation haben wir am Nachmittag stadtauswärts“, ergänzt sie. Chaos sieht anders aus.

„Weil man Schlimmeres befürchtet hat, trägt das dazu bei, den jetzigen Zustand zu akzeptieren“, vermutet Anke Leimert. Dabei reduziert sich der im Bereich der Schoellerstraße auf die kurzen Wartezeiten. „Wir haben mit allen Mitteln der Signaltechnik versucht, möglichst viel Verkehr über die Brücke zu bekommen“, ergänzt Anke Leimert. Und das gelingt so gut, dass es selbst im Begegnungsverkehr der nicht wirklich breiten Behelfsbrücke nicht zu Auffälligkeiten kommt.

Unfälle? Fehlanzeige! Anke Leimert: „Die Befürchtung, dass es an dieser Stelle zu Unfällen kommen kann, hatten wir auch. Ich bin positiv überrascht, dass es an dieser Stelle so gut läuft.“ Ein Grund könnte sein, dass die Autofahrer gerade auch im Verschwenkungsbereich langsamer fahren, mutmaßt Anke Leimert. Ein anderer Grund: „Die Behelfsbrücke hat ja auch an anderen Stellen funktioniert. Warum sollte es also hier Probleme geben?“

Die sieht Anke Leimert eher in anderen Bereichen. Klappt der Durchgangsverkehr noch relativ gut, kann das in Seitenstraßen anders aussehen. Anke Leimert: „Es gibt zum Beispiel Klagen von Autofahrern, weil man in der Arnoldsweilerstraße länger warten muss, bis man auf die B 56 abbiegen kann.“ Ähnliche Klagen gibt es auch im Bereich der Vogelstraße und natürlich aus Birkesdorf.

„Es sind insbesondere die Randbereiche, wo die Bürger nicht glücklich über die zunehmende Verkehrsbelastung sind“, sagt Anke Leimert, und nennt insbesondere Arnoldsweiler als Beispiel, wo die bisherigen Schleichwege nach Düren teilweise blockiert sind. „Das macht sich zum Beispiel in der Bürgewaldstraße bemerkbar.“ Da hätten die Bürger Schwierigkeiten, die Straße zu überqueren, so dass die Stadt nun über neue Querungshilfen nachdenkt.

Unabhängig vom Abriss der Schoellerbrücke hat die Stadt ein neues Verkehrszählgerät geordert, das nun gezielt eingesetzt werden soll, um den Klagen der Bürger nachzugehen. Anke Leimert: „Das neue Gerät erfasst auch den Schwerlastverkehr. Wir können damit unsere Maßnahmen und Prognosen überprüfen.“

Das soll spätestens nach den Osterferien in Arnoldsweiler und Birkesdorf geschehen, zudem an der Oststraße. Hier wurde eine eigene Rechtsabbiegespur eingerichtet. „Wir waren davon ausgegangen, dass hier die Zahl der Rechtsabbieger auf die B 56 deutlich zunehmen wird. Das scheint aber nicht so zu sein. Das werden wir uns vor Ort angucken“, verspricht Anke Leimert.

Gezählt werden soll auch in der Schoellerstraße. Auch wenn es hier bisher keine Rückmeldungen der Anwohner gibt, müsste die Lärmbelästigung zurückgegangen sein. „Das wollen wir überprüfen“, so Anke Leimert.

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