Düren - Autos mit Charakter: Herbert Koep über die Dürener Oldtimer-Rallye

Autos mit Charakter: Herbert Koep über die Dürener Oldtimer-Rallye

Von: Dietmar Engels
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Ein englischer Triumph TR6 (Baujahr 1973) mit dem Steuer auf der linken Seite? Ja gibt es. Herbert Koep hat den sportlichen Oldtimer in den USA gekauft. Foto: Dietmar Engels

Düren. Werden die modernen Autos jemals das werden, was wir heute als Oldtimer bezeichnen? Herbert Koep glaubt das nicht: „Die Autos von heute sind ja fast völlig austauschbar, sie ähneln einander. Oldtimer hingegen haben Charakter, Ecken und Kanten.“ Koep weiß, wovon er spricht.

Er ist seit rund 15 Jahren Mitglied beim Dürener Motorsport-Club (MSC) und organisiert die jährlichen Oldtimerausfahrten des Clubs. Am Pfingstmontag ist es wieder so weit: Automobile Schätzen rollen durch Düren und die Rureifel – und das bereits zum 20. Mal.

Der Motorsport hat es dem Dürener Architekten angetan. Oldtimer waren zunächst gar nicht so sehr sein Fall, allerdings: „Ein Triumph TR6 war mein Jugendtraum.“ Und diesen Traum hat er sich vor einiger Zeit erfüllt. Den blauen Sportwagen aus England hat er vor ein paar Jahren in Kalifornien/USA gekauft. Deshalb hat der Flitzer des Jahrgangs 1973 auch das Steuer auf der linken Seite, und nicht wie in England üblich, auf der rechten.

Aus „Hobbylaune“ entstanden

Die Oldtimerausfahrten des DMC gehen auf eine „Hobbylaune“ zurück, wie der 57-Jährige weiß: „Walter Niklas, Jürgen Weber, Helgo Dahlmann und Peter Wischerop haben sich vor 20 Jahren zusammengetan, um Oldtimerfreunde in Düren zusammen zu bringen. Aus den kleinen Anfängen ist mit der Zeit eine Traditionsveranstaltung geworden, die weit über die Grenzen der Stadt Düren hinaus bekannt ist.“ Viel Arbeit steckt dahinter, um am Pfingstsonntag die Oldtimer in Düren zu präsentieren und dann auf eine etwa 160 Kilometer lange Strecke durch das Kreisgebiet und die Eifel zu schicken. Diesmal sind 82 Fahrzeuge anmeldet – geringfügig weniger als sonst üblich. Das hängt in erster Linie mit Konkurrenzveranstaltungen zusammen.

So findet zu Pfingsten auf dem Nürgburgring das große 24-Stunden-Rennen statt, an dem auch viele Mitglieder des DMC aktiv teilnehmen oder für die Organisation sorgen. Koep: „Dennoch haben wir wieder rund 30 Helferinnen und Helfer – auch Nichtmitglieder – gefunden, die uns bei der Oldtimerausfahrt unterstützen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Düren und dem weiteren Umkreis. Auch aus Belgien und der Düsseldorfer Gegend sind Anmeldungen eingegangen. Ab 7 Uhr am Pfingstmontag kommen die Teams auf Schloss Burgau zusammen. Dort gibt es ein Frühstücksbuffet.

So gegen 9 Uhr setzen sich die historischen Fahrzeuge in Bewegung – zum Marktplatz, wo sie von den Schaulustigen betrachtet werden können. Einzeln werden die Oldtimer vorgestellt – wieder von Josef Krings aus Kerpen, der alle nötigen Angaben wie Baujahr, Motorisierung und anderes mehr macht.

Es gibt zwei Gruppen: Die eine ist eher sportlich orientiert. Die Teilnehmer absolvieren nach dem vorbereiteten Roadbook ein genau ausgetüftelte Strecke, in deren Verlauf es auf einzelnen Abschnitten zum Beispiel auf die „richtige“ Geschwindigkeit ankommt. Auch sind unterwegs Aufgaben zu lösen. Die andere Gruppe nimmt die Oldtimerausfahrt eher touristisch und fährt eher gemütlich durch die Landschaft.

Parade auf dem Marktplatz

Gegen 14.30 Uhr werden die ersten wieder auf dem Marktplatz eintreffen, wo sich für Zuschauerinnen und Zuschauer wieder die Gelegenheit bietet, die Oldtimer ganz aus der Nähe zu sehen.

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