„Ausweichrouten für Lkw umgehend ausweisen”

Von: Ottmar Hansen
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Grünen-Kreisgeschäftsführer Ren Becker, Kreistagsabgeordneter Hans-Bert Schruff sowie die Grünen-Fraktionssprecherinnen Verena Schloemer (Stadt Düren) und Gudrun Zentis (Kreis Düren,v.l.) fordern ein Verkehrslenkungskonzept, wenn die Bahnbrücke an der Schoellerstraße abgerissen wird. Foto: Hansen

Düren. „Der Stadt Düren steht der Supergau im Straßenverkehr bevor!” Die Grünen von Stadt und Kreis Düren sehen die Autofahrer in endlosen Staus stehen, wenn die Eisenbahnbrücke an der Schoellerstraße (B 56) abgerissen wird und die Oststraße zugleich gesperrt ist.

Wie berichtet, ist die Brücke über die Bahngleise an der Schoellerstraße derart marode, dass sie nicht mehr genügend Sicherheit für die 25000 Fahrzeuge bietet, die sie täglich auf dem Weg zur Autobahn oder in Gegenrichtung überqueren. Zwar war die Brücke, die 1961 errichtet wurde, unlängst erst saniert worden, doch ist dem Landesbetrieb Straßen NRW die Sache inzwischen zu heikel geworden. So will man mit dem Abriss denn auch nicht etwa so lange warten, bis sowieso eine neue Brücke für die Umgehungsstraße B 56n in gut zwei Jahren nicht weit vom jetzigen Standort entfernt gebaut wird.

Nun soll die alte Brücke möglichst bald abgerissen werden, an ihrer Stelle soll eine zweispurige Behelfsbrücke für Pkw errichtet werden, für die Zeit bis ein dauerhafter Ersatz steht. Inwieweit die Bahnpendler betroffen sein werden, wird derzeit noch geprüft. Für die Dauer der Abrissarbeiten werden auf der viel befahrenen Strecken zwischen Düren und Köln auf alle Fälle keine Züge rollen können.

Grüne von Stadt und Kreis trafen sich am Donnerstagabend vor Ort, um Vorschläge für eine Verhinderung des Zusammenbruchs für den Verkehr auf der B 56 zu machen. Ihre entscheidende Forderung: Für den Lkw-Verkehr müssen schnellstmöglich weiträumige Umfahrungsmöglichkeiten ausgewiesen werden. Die Routen sollen nicht nur ausgeschildert werden, sondern womöglich auch über die heute zum Standard gehörenden Navigationsgeräte angezeigt werden.

Innerhalb Düren gebe es kaum sinnvolle Ausweichmöglichkeiten. Deshalb müsse der Schwerlastverkehr schon vorher abgefangen und umgelenkt werden. Und wenn dies auch einen Umweg für den Brummifahrer bedeute. So sei der Verkehr, der über die A4 aus Aachen anrolle und in die Eifel wolle, schon an der Abfahrt Eschweiler über die Bundesstraße 264 abzuleiten und über Langerwehe Richtung Düren zu führen. Wer von Aachen kommend nach Vettweiß wolle, müsse eben bis zum Kerpener Kreuz fahren, dort auf die A61 wechseln und die Abfahrt bei Lechenich nutzen.

Auch die Industriebetriebe in der Region, so die Forderung der Grünen, sollten ihren Anlieferungsverkehr frühzeitig auf diese Umgehungsrouten hinweisen. Gudrun Zentis, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag: „Nur durch eine solche Lenkung können uns die großen Rückstaus in Düren erspart bleiben.” Stadt- und Kreisverwaltung, so Verena Schloemer von den Dürener Grünen, müssten jetzt möglichst rasch mit Straßen NRW zusammen ein entsprechendes Konzept aufstellen.

Einen Antrag, die geforderten Lkw-Korridore einzurichten, haben die Grünen bereits an den Kreis-Entwicklungsausschuss gestellt.
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