Heimbach - Ausstellung „Gegensätze“: Klare Linien und kraftvolle Gemälde

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Ausstellung „Gegensätze“: Klare Linien und kraftvolle Gemälde

Von: Anneliese Lauscher
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Helmut Rosenzweig, Muna Götze und Evelin Fleuth freuten sich über den regen Zuspruch der Besucher bei der Vernissage. Das Bild „Wege zum Licht“ gab viel Anlass zu Gesprächen. Foto: Anneliese Lauscher

Heimbach. Die stellen zum ersten Mal gemeinsam aus und scheinen sich fast ein wenig über sich selbst zu wundern: Muna Götze und Helmut Rosenzweig. Zur Vernissage im Haus des Gastes in Heimbach kamen am Sonntag viele interessierte Besucher.

„Gegensätze“ heißt die Ausstellung, treffender hätte man sie nicht überschrieben können. Helmut Rosenzweig ist Bauingenieur, bevorzugt klare Linien, zeichnet transparente Gegenstände, fein herausgearbeitete kleine Figuren. Muna Götze greift energiegeladen in den Farbtopf, ihre Bilder zeugen von Kraft, lassen eintauchen in eine intensive Farbwelt, wirken mitunter chaotisch.

Zwei gemeinsame Arbeiten

Dennoch haben die beiden sich bei einem Kaffee in der Eisdiele auf Anhieb so gut verstanden, dass die Idee zur gemeinsamen Ausstellung geboren wurde. Jetzt gibt es sogar zwei gemeinsame Arbeiten - die beiden unterschiedlichen Künstler auf einer Leinwand vereint: außergewöhnlich, beinahe ein Abenteuer!

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Heimbach, Evelin Fleuth, begrüßte mit Freude die beiden Künstler und die Gäste. Sie warf einen Blick auf deren Werdegang und wies auf etliche Ausstellungen hin, in Heimbach sind beiden keine Unbekannten. Evelin Fleuth wünschte viel Vergnügen beim Aufspüren der Gegensätze. Die Gäste machten sich auf den Rundgang, verweilten bei einer Trilogie von Muna Götze. Hier hat sie das von ihr oft bevorzugte Rot flächig aufgetragen, man lässt sich von der Wärme einfangen. Doch dann durchbrechen Linien das Bild, lassen schemenhafte Personen auftauchen. Mit Gold und Silber hat Muna Götze experimentiert, die glitzernden Sprenkel halten den Blick des Betrachters fest. In den Arbeiten von Helmut Rosenzweig faszinieren einerseits die perspektivisch exakte Sichtweise, andererseits die fantasievolle Gestaltung.

Seine „Flaschenstädte“ wirken ziemlich surreal, die gläsernen Türme bedrängen den Schauenden – und oben zwischen den Flaschenhälsen balanciert eine kleine Gestalt und überwindet in luftiger Höhe Hindernisse. Zwischen gläsernen Leuchttürmen probt ein Zirkus, mutig, eigenwillig, witzig turnen da kleine Menschlein herum.

Ausgiebiges Betrachten lohnt sich

Was die beiden zusammen zustande gebracht haben, das sollte man sich mit Muße ansehen: Welche „Wege zum Licht“ jeder von ihnen wählt und wie sich der „Wüstensturm“ in die Wahrnehmung drängt, das ist des ausgiebigen Betrachtens wert.

Und bei der Vernissage gab es noch ein ganz besonderes Bonbon: „Cantalyra“, die Musikgruppe aus der Eifel verbreitete ein frohes Lebensgefühl. Die muntere „Tarantella Calabrese“ und der ungarische Tango „Regi Vagy“ zogen die Aufmerksamkeit auf sich und ernteten ganz starken Applaus.

Die Ausstellung im Haus des Gastes ist bis zum 17. März täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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