Ausstellung „Die Last der Kinder“: Gemälde mahnen gegen das Vergessen

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Der stellvertretende Bürgermeister Helmut Rösseler, der Künstler Ulrich Kloth, die Kunstexpertin Johanna Malich, der Vorsitzende Rainer Valder und der Musiker Mike Osterberg. Foto: Hendrik Buch

Vossenack. „Das Thema Krieg künstlerisch darzustellen ist alles andere als einfach, Ulrich Kloth ist dies jedoch bemerkenswert gut gelungen“, kommentierte die renommierte Kunstexpertin und Galeristin Johanna Malich die Bilder des Zyklus „Die Last der Kinder“. Ulrich Kloth, der Künstler selbst, beschreibt seine Werke als „Botschaft gegen den Krieg und eine Anklage wider das Vergessen“.

Kloth, der heute in den Niederlanden lebt, ist gebürtiger Deutscher. Sein Vater schilderte ihm in den letzten Jahren vor seinem Tod seine Erlebnisse als Marineartillerist in Norwegen. Schilderungen, die ihn tief bewegten und letztlich zu dieser Bilderreihe veranlassten.

Besonders die genauen Erinnerungen seines Vaters an Standorte und Ereignisse bewogen den Wahl-Niederländer schließlich zu einer Recherche-Reise nach Skandinavien. Dort, so sagt er, habe er erst wirklich eine Empfindung und Vorstellung davon bekommen, was er mit seinen Bildern ausdrücken will.

„Grauen spürbar werden lassen“

„Die Bilder sollen das individuelle Erleben von Alltag im Krieg einfangen, vor allem die Sinnlosigkeit des Tuns, des Wartens, die Angst, den Hass, die Wut und die Einsamkeit, manchmal auch die Hoffnung, die kurze Entspannung, immer aber das Grauen spürbar werden lassen“, beschreibt der Künstler seine Werke.

Ihren Abschluss findet die Ausstellung in der Skulptur „Das zweite Leben“, einem Symbol für die Sehnsucht nach Frieden.Musikalisch untermalt wurde die Ausstellungseröffnung von Mike Osterberg. Mit Eigenkompositionen zum Thema setzt der Gitarrist die Kunstwerke gekonnt in Szene.

In seinem Einführungsworten lobte Rainer Valder, der Vorsitzende des Geschichtsvereins, vor allem die gute Zusammenarbeit mit Kloth und dankte: „Wir freuen uns mit dieser ersten Kunstausstellung in diesem Museum das schwierige Thema einmal ganz anders präsentieren zu können.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. November im Museum in Vossenack zu bewundern. Ulrich Kloth wird gelegentlich an Sonntagen persönlich anwesend sein, um seine Kunstwerke zu präsentieren.

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